Die Pflege von Familienmitgliedern ist eine Aufgabe, die extrem kräftezehrend sein kann. Wenn pflegende Angehörige „Ich kann nicht mehr“ sagen, ist es höchste Zeit, sich nach Unterstützung bei der Pflege umzuschauen. FLEXXI macht es pflegenden Angehörigen leichter, professionelle Unterstützung bei der Betreuung und Pflege Ihrer Liebsten zu finden.

Überforderte pflegende Angehörige – leider keine Seltenheit

In Deutschland werden etwa 80 Prozent der Pflegebedürftigen zu Hause von ihren Angehörigen gepflegt. Diese Aufgabe ist sowohl psychisch als auch körperlich anspruchsvoll. Das Waschen, Heben und Umlagern ist gerade für ältere pflegende Angehörige nur schwer zu bewältigen. Dazu kommt der Druck durch die enorme Verantwortung, aber auch durch Gefühle wie Stress, Hilflosigkeit, soziale Isolation oder Trauer.

Viele Angehörige pflegen neben einem Job, eigenem Alltag und unter Umständen sogar neben der Kinderbetreuung – und das oft viele Jahre lang. Diese Mehrfachbelastung ist für viele zu viel: Immer mehr pflegende Angehörigen sagen: „Ich kann nicht mehr.“ Erschöpfungs- und Überlastungssymptome bei pflegenden Angehörigen sind leider keine Seltenheit und führen bei vielen bis zu Depressionen oder Burn-out. In einer Studie aus dem Jahr 2018 gab jeder fünfte pflegende Angehörige an, dass seine körperliche Gesundheit durch die Pflegeaufgaben beeinträchtigt werde.

Deshalb ist dringend empfohlen, sich beim Gefühl von Überlastung professionelle Unterstützung für die Pflege von Angehörigen zu suchen. Aus diesem Grund haben wir FLEXXI gegründet: Wir bringen Angehörige und selbstständige Pflegekräfte zusammen.


Anzeichen von Überlastung bei pflegenden Angehörigen

Es dauert oft sehr lang, bis pflegende Angehörige „Ich kann nicht mehr“ deutlich aussprechen. Meist geht dem bereits eine lange Zeit von Überlastungssymptomen voran. Diese Anzeichen sollten schnell erkannt werden, damit sie sich nicht zu ernsthaften Erkrankungen entwickeln.

Körperliche Anzeichen für Überlastung:

  • Schmerzen am Kopf, Rücken, Nacken oder Kiefer

  • Verspannungen

  • Beschwerden mit dem Herz-Kreislauf-System

  • Hautprobleme

  • Magenschmerzen oder Verdauungsprobleme

  • erhöhte Anfälligkeit für Infektionen

  • Schlafstörungen

  • Gewichtszunahme oder -abnahme

  • Erschöpfung

Psychische Anzeichen für Überlastung:

  • Antriebslosigkeit

  • innere Unruhe 

  • gesteigerte Reizbarkeit oder Nervosität

  • Konzentrationsschwierigkeiten

  • Gedächtnisprobleme

  • Stimmungsschwankungen

  • Panikattacken oder Angstzustände

  • andauernde negative Gefühle wie Hilflosigkeit, Wut, Trauer

  • Suchtverhalten (Alkohol, Nikotin, Medikamente etc.)


Hilfe, wenn pflegende Angehörige „Ich kann nicht mehr“ sagen

Sie müssen die Pflege von Angehörigen nicht ganz allein stemmen. Lassen Sie sich durch professionelle Pflegekräfte im Alltag mit ihren pflegebedürftigen Verwandten unterstützen. Die Pflegekasse übernimmt viele Pflege- und Betreuungsleistungen.

Nicht nur die medizinische Pflege kann über die Pflegeversicherung bezahlt werden. Auch die Betreuung von pflegebedürftigen Personen im Alltag können Sie bezuschussen lassen. Im Rahmen der sogenannten Seniorenbetreuung können Sie Pflegekräfte für Unterstützung bei Alltagsaufgaben und Aufgaben im Rahmen der aktivierenden Pflege buchen.

Zur stundenweisen Seniorenbetreuung gehören folgende Leistungen:

  • Begleitung bei Einkäufen oder Erledigung dieser

  • Begleitung zum Arzt, Amt oder anderen Terminen

  • Begleitung zu Freizeitaktivitäten

  • Gespräche

  • Erinnerungsarbeit

  • Beschäftigung, z.B. Lesen, Gesellschaftsspiele, Gedächtnistraining, gemeinsames Kochen

  • Demenzbetreuung

  • Nachtwache und Nachtbereitschaft 

So können Sie für Aufgaben, die genauso wichtig sind wie die Grundpflege, für die Ihnen im Alltag aber die Zeit oder Kraft fehlt, professionelle Pflegekräfte beauftragen. Über FLEXXI können Sie beispielsweise unkompliziert selbstständige Pflegekräfte buchen, die Ihre pflegebedürftigen Verwandten bei Alltagsaufgaben unterstützt.

Kosten und Zuschüsse für die Unterstützung pflegender Angehöriger

Die Unterstützung von pflegenden Angehörigen kann über verschiedene Leistungen der Pflegekasse bezuschusst werden. Für gewöhnlich wird die Seniorenbetreuung stundenweise für zwei bis drei Stunden wöchentlich bis täglich gebucht.

Ab Pflegegrad 1 kann dies über den Entlastungsbetrag, der 125 Euro pro Monat beträgt, finanziert werden. Dabei ist zu beachten, dass der Zuschuss nur gezahlt wird, wenn die Seniorenbetreuung durch einen von den Krankenkassen zugelassenen Anbieter für Seniorenbetreuung erfolgt. Kosten, die über den Entlastungsbetrag hinausgehen, können Sie zu 20 Prozent als außergewöhnliche Belastung von der Steuer absetzen.

Eine weitere Möglichkeit zur Finanzierung von Unterstützung bei der Pflege sind die Pflegesachleistungen. Hier können ab Pflegegrad 2 bis zu 40 Prozent für die Seniorenbetreuung eingesetzt werden. Dann stehen 470 bis 963 Euro (abhängig vom Pflegegrad) zur Verfügung.

Wenn Sie sich nur zeitweise eine Auszeit gönnen wollen, zum Beispiel für Urlaub oder aber auch für Freizeitaktivitäten oder Alltagsaufgaben, können Sie das Budget der Verhinderungspflege in Anspruch nehmen. Hier können Sie sich stunden- oder tageweise vertreten lassen. Vielen pflegenden Angehörigen hilft das, mal wieder durchzuatmen und Zeit für sich zu genießen, ohne sich Sorgen um die pflegebedürftigen Liebsten machen zu müssen.

Tipps für pflegende Angehörige im Alltag

Auch mit der Unterstützung von Pflegekräften wird Sie die alltägliche Pflege immer wieder vor Herausforderungen stellen. Diese fünf Tipps helfen dabei, die eigenen Energiereserven zu schützen:

  1. Seien Sie achtsam. Hören Sie mehrmals täglich genau in sich hinein, was Sie gerade brauchen. Ruhe, eine Mahlzeit, etwas Bewegung? Nehmen Sie diese Signale Ihres Körpers ernst. Denn nur wenn Sie auf sich achten, können Sie auch für andere da sein.

  2. Planen Sie Zeit für sich selber ein. Auch als pflegende Angehörige haben Sie ein Recht darauf, das zu tun, was Ihnen Freude bereitet. Gehen Sie Ihren liebsten Hobbys weiterhin nach und organisieren Sie sich für diese Zeiten eine Unterstützung, zum Beispiel über die Verhinderungspflege.

  3. Schaffen Sie sich Phasen der Ruhe und Entspannung, nicht nur am Wochenende oder im Urlaub. Mit kurzen Meditations- und Entspannungsübungen kommen Sie auch im Alltag runter.

  4. Schaffen Sie Rituale bei der Pflege. Das erleichtert Ihnen und auch den Pflegebedürftigen den Alltag.

  5. Suchen Sie Unterstützung und schämen Sie dafür nicht. Sie sind nicht allein und müssen nicht alles allein schaffen. Sie werden Unterstützung finden – bei Angehörigen und Freunden, aber auch bei professionellen Pflegedienstleistern und Beratungsstellen oder Ärzten, die sich mit Belastungssymptomatiken auskennen.

Unterstützung bei der Pflege von Angehörigen ganz einfach über FLEXXI finden

FLEXXI nimmt Ihnen ein wenig Last von den Schultern: Über unsere App können Sie qualifizierte Pflegekräfte für alle Pflegeaufgaben von der medizinischen Pflege bis zur Seniorenbetreuung buchen. Sie können selbst entscheiden, für welche Aufgaben, wie oft und wie lange und zu welchem Preis, Sie sich Unterstützung über FLEXXI dazubuchen wollen. Dabei können Sie sich immer sicher sein, dass Sie bei FLEXXI nur an ausgebildete selbstständige Pflegekräfte vermittelt werden. Ihre Angehörigen sind also garantiert in den besten Händen.

Testen Sie die Möglichkeiten von FLEXXI direkt aus – und das kostenfrei. Laden Sie einfach unsere kostenlose App herunter und finden Sie ein Match mit einer selbstständigen Pflegekraft.