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Viele pflegende Angehörige wissen, dass sie Verhinderungspflege nutzen können – doch beim Antrag entstehen oft Unsicherheiten. Wo stellt man den Antrag? Welche Unterlagen werden benötigt? Und muss der Antrag vorher oder erst nach der Pflege eingereicht werden?Genau darauf konzentriert sich dieser Artikel. Sie erfahren Schritt für Schritt, wie Sie Verhinderungspflege beantragen, welche Angaben wichtig sind und wie Sie typische Fehler vermeiden.Kurz zum Hintergrund: Verhinderungspflege können Pflegebedürftige ab Pflegegrad 2 nutzen. Seit der Reform 2025 steht dafür ein gemeinsames Entlastungsbudget von bis zu 3.539 € pro Jahr zur Verfügung, das flexibel für Verhinderungspflege oder Kurzzeitpflege genutzt werden kann.Verhinderungspflege beantragen – die wichtigsten Schritte auf einen BlickWenn Sie Verhinderungspflege beantragen möchten, läuft der Antrag meist in diesen Schritten ab: Pflegegrad prüfen (mindestens Pflegegrad 2 erforderlich) Ersatzpflege organisieren Antrag bei der Pflegekasse ausfüllen Einsatzzeiten und Kosten dokumentieren Abrechnung und Belege einreichen Erstattung durch die Pflegekasse erhaltenIm Folgenden erklären wir jeden dieser Schritte genauer.Schritt 1: Voraussetzungen prüfenBevor Sie Verhinderungspflege beantragen, sollten Sie kurz prüfen, ob die grundlegenden Voraussetzungen erfüllt sind.Wichtig ist: Die pflegebedürftige Person hat mindestens Pflegegrad 2 Die Pflege findet zu Hause statt Es gibt eine Hauptpflegeperson, die normalerweise die Betreuung übernimmtSind diese Voraussetzungen erfüllt, kann Verhinderungspflege genutzt werden.Schritt 2: Pflegegrad beantragen (falls noch keiner vorhanden ist)Falls noch kein Pflegegrad vorliegt, muss dieser zunächst bei der Pflegegrad beantragt werden.Der Ablauf sieht meist so aus: Antrag bei der Pflegekasse stellen Begutachtung durch den Medizinischen Dienst Bescheid über den Pflegegrad erhaltenErst ab Pflegegrad 2 kann Verhinderungspflege genutzt werden.Schritt 3: Ersatzpflege organisierenIm nächsten Schritt organisieren Sie eine Person oder einen Dienst, der während Ihrer Abwesenheit die Pflege übernimmt.Das kann zum Beispiel sein: eine selbstständige Pflegekraft ein ambulanter Pflegedienst Bekannte oder Nachbarn andere AngehörigeWichtig ist, dass die Pflege tatsächlich stattfindet und dokumentiert werden kann.Falls Sie selbst Unterstützung bei der Pflege organisieren möchten, kann es hilfreich sein, schnell eine passende Pflegekraft zu finden. Mit der FLEXXI App können Sie schnell verfügbare Pflegekräfte in Ihrer Nähe finden und direkt kontaktieren.Schritt 4: Antrag bei der Pflegekasse stellenDer Antrag auf Verhinderungspflege wird bei der Pflegekasse der pflegebedürftigen Person gestellt.Viele Pflegekassen stellen dafür ein Formular zur Verfügung.Typische Angaben im Antrag sind: Name der pflegebedürftigen Person Versicherungsnummer Adresse Zeitraum der Verhinderung Grund der Verhinderung der Pflegeperson Daten der Ersatzpflegeperson (falls erforderlich) UnterschriftEinige Pflegekassen verlangen diesen Antrag nur einmal. Danach kann er auch für zukünftige Abrechnungen genutzt werden.👉 Antrag einfacher ausfüllen Wenn Sie sich beim Antrag unsicher sind, kann der FLEXX-i Chatbot helfen. Er führt Sie Schritt für Schritt durch den Antrag und hilft dabei, alle wichtigen Angaben korrekt auszufüllen.Schritt 5: Einsatzzeiten und Kosten dokumentierenDamit die Pflegekasse die Kosten erstatten kann, sollten Sie die Einsätze der Ersatzpflegeperson dokumentieren.Wichtige Angaben sind: Datum der Pflege Dauer der Pflege Grund der Verhinderung vereinbartes EntgeltEine einfache Liste oder Tabelle reicht in den meisten Fällen aus.Schritt 6: Belege und Abrechnung einreichenNachdem die Ersatzpflege stattgefunden hat, reichen Sie die Unterlagen bei der Pflegekasse ein.Typischerweise gehören dazu: Antrag auf Verhinderungspflege Aufstellung der Einsätze Rechnungen oder Quittungen ggf. Bestätigung der Ersatzpflegeperson über die ZahlungJe vollständiger die Unterlagen sind, desto schneller erfolgt die Erstattung.Schritt 7: Erstattung durch die Pflegekasse erhaltenNach der Prüfung der Unterlagen erstattet die Pflegekasse die Kosten der Verhinderungspflege.Die Höhe der Erstattung hängt davon ab: wie hoch die Kosten waren wer die Ersatzpflege übernommen hat wie viel Budget im laufenden Jahr noch verfügbar istDie Auszahlung erfolgt in der Regel auf das angegebene Bankkonto.Fazit: Der Antrag auf Verhinderungspflege ist einfacher als viele denkenViele pflegende Angehörige zögern, Verhinderungspflege zu nutzen, weil sie den Antrag als kompliziert empfinden. In der Praxis besteht der Prozess jedoch meist nur aus wenigen klaren Schritten: Ersatzpflege organisieren, Antrag bei der Pflegekasse stellen und die Kosten anschließend einreichen.Wichtig ist vor allem, die Einsätze der Ersatzpflegeperson gut zu dokumentieren und die nötigen Unterlagen vollständig einzureichen. Dann kann die Pflegekasse die Kosten in der Regel problemlos erstatten.Verhinderungspflege kann eine große Entlastung im Pflegealltag sein – besonders dann, wenn kurzfristig Unterstützung benötigt wird oder pflegende Angehörige selbst eine Pause brauchen.Welche Unterlagen brauchen Sie für den Antrag?Für die Beantragung der Verhinderungspflege sollten Sie folgende Informationen bereithalten: Name und Versicherungsnummer der pflegebedürftigen Person Zeitraum der Verhinderungspflege Grund der Verhinderung Daten der Ersatzpflegeperson Übersicht über Einsätze und Kosten Rechnungen oder QuittungenWenn diese Angaben vollständig sind, lässt sich der Antrag meist problemlos bearbeiten...
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Zu Corona noch als Helden gefeiert und inzwischen fast vergessen. Schon fast drei Monate lang streiken die Beschäftigten aller sechs nordrhein-westfälischen Unikliniken, so einen langen und großen Streik dieser Berufsgruppe gab es noch nie in Deutschland, aber die Öffentlichkeit hört so gut wie nichts von diesem historisch langen Streik. In Köln, Bonn, Essen, Münster, Aachen und Düsseldorf streikten verschiedene Berufsgruppen, nicht nur Pflegekräfte, sondern etwa auch Personal aus den Laboren, dem Krankentransport und den Betriebskindergärten. Insgesamt ging es in den Verhandlungen um rund 25.000 Beschäftigte.Der Streik begann Anfang Mai, nachdem ein 100-tägiges Ultimatum der Gewerkschaft Verdi an die Landesregierung abgelaufen ist. Gefordert wurde ein Entlastungsvertrag, wie ihn Beschäftigte in Berlin im vorherigen Jahr erstreikt haben. Dabei ging es nicht nur um mehr Geld, sondern vor allem um bessere Arbeitsbedingungen. Feste Personaluntergrenzen für Arbeitsschichten und ein Freizeitausgleich, wenn sie trotzdem unterbesetzt arbeiten müssen, werden gefördert. Um diesen Punkt wurde besonders lange verhandelt und am 19. Juli 2022 gab es endlich eine Einigung. Für einige der streikenden Berufsgruppen soll es einen freien Tag geben, für sieben Belastungspunkte. Rückblickend sind sich viele Klinikbeschäftigte einig, dass sie die Arbeitsbedingungen seit 2003 verschlechtert haben, nachdem die „Diagnosis Related Groups“ eingeführt wurden. Dabei erhalten Krankenhäuser Pauschalen für Patienten*innen und deren Diagnosen, was dazu führt, dass es sich finanziell mehr lohnt sie schnell zu entlassen, statt sich intensiv um sie zu kümmern. Der vereinbarte Tarifvertrag ist auf jeden Fall ein Schritt in die richtige Richtung für Berufsgruppen, die nicht genug Geld, Unterstützung und Respekt erhalten. Aber um die existierenden Probleme langfristig zu lösen, werden tiefgreifende Reformen im deutschen Gesundheitswesen notwendig sein.   Quelle: Der Freitag, 2022, lesen Sie den Artikel hier. ..
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