In Deutschland haben öffentliche Dienstleister, einschließlich Krankenhäuser und Pflegeheimen, einen einwöchigen Streik wegen Lohn- und Arbeitsbedingungen begonnen. Die Verdi-Gewerkschaft hat angekündigt, an über 500 Standorten im ganzen Land Streiks abzuhalten, wobei der Schwerpunkt auf Krankenhäusern und öffentlichem Gesundheitswesen liegt. Die Streiks könnten sich auf Krebsbehandlungen und andere Notfallmedizin auswirken. Durch Schicht- und Wochenendarbeit sowie Unterbesetzung sind Krankenschwestern und Pflegekräfte stark belastet. In geschlossenen Einrichtungen hätten Corona-Vorschriften die Besuche und sozialen Kontakte der Patienten eingeschränkt und die Eskalationsgefahr stark erhöht. Ambulante Hilfen seien reduziert worden.


Darüber hinaus planen auch Mitarbeiter von Banken und anderen öffentlichen Dienstleistungen, sich an den Streiks zu beteiligen. Verdi fordert eine Lohnerhöhung von 10.5 % geben angesichts der hohen Inflation. Für über 2,3 Millionen Beschäftigte im öffentlichen Sektor soll es außerdem mindestens 500 € mehr geben. Die Verhandlungen laufen seit Anfang März, aber eine Vereinbarung ist noch nicht absehbar. 


Neben den Streiks sind auch Demonstrationen für den 14. März in mehreren Städten Deutschlands geplant. Die Gewerkschaft hat erklärt, dass weitere Streiks für nächste Woche geplant sind, einschließlich im Bereich der Kommunalverwaltung, Abfallentsorgung und kommunaler Versorgungsunternehmen, wenn ihre Forderungen nicht erfüllt werden. Dies ist das dritte Mal in diesem Jahr, dass Verdi wegen Lohn- und Arbeitsbedingungen zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen hat, das erste Mal war im Februar.