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Auch pflegende Angehörige haben ein Recht auf Erholung und Auszeiten. Mit dem Verhinderungspflegebudget stehen dafür sogar Leistungen der Pflegekasse zur Verfügung. Davon kann eine Vertretung der Hauptpflegeperson bezahlt werden. Neben der Beauftragung professioneller Pflegedienstleister können die Leistungen auch zur Vergütung von Angehörigen, die die Vertretung übernehmen, eingesetzt werden. Erfahren Sie hier, wie bei der Verhinderungspflege durch Angehörige die Berechnung erfolgt und welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen.Was ist Verhinderungspflege?Die Verhinderungspflege (auch Ersatzpflege) meint die Vertretung der Hauptpflegeperson, wenn diese zeitlich begrenzt aufgrund von Krankheit oder aus anderen Gründen abwesend ist. So können berufsbedingte Abwesenheiten, die nicht regelmäßig anfallen, wie Dienstreisen, Lehrgänge oder Prüfungen, Gründe für den Bedarf nach Verhinderungspflege sein, aber auch privat bedingte Abwesenheiten durch Urlaub können so überbrückt werden. Die Verhinderungspflege kann sowohl durch professionelle Pflegedienstleister wie selbständige Pflegekräfte oder ambulante Pflegedienste als auch durch ehrenamtliche Helfer und andere Verwandte und Bekannte geleistet werden. In vielen Fällen werden verschiedene Betreuungsmodelle kombiniert. (Quelle: Sozialgesetzbuch (SGB XI) § 39)Anspruch auf VerhinderungspflegeDas Budget für Verhinderungspflege steht Pflegebedürftigen zur Verfügung, bei denen mindestens Pflegegrad 2 festgestellt wurde. Es kann pro Jahr für maximal acht Wochen (56 Tage) in Anspruch genommen werden. Die Verhinderungspflege kann nur dann genutzt werden, wenn die pflegebedürftige Person im Regelfall in der häuslichen Umgebung von einer privaten Pflegeperson betreut wird. Wird die Pflege ausschließlich durch professionelle Pflegedienstleister erbracht, besteht kein Anspruch auf Verhinderungspflege. Seit 2024 entfällt die Notwendigkeit, vor erstmaliger Beantragung der Verhinderungspflege eine Vorpflegezeit von mindestens sechs Monaten nachzuweisen. (Quelle: Sozialgesetzbuch (SGB XI) § 39)Gründe für VerhinderungspflegeÜber die Verhinderungspflege können alle Abwesenheiten der Hauptpflegeperson überbrückt werden, zum Beispiel aufgrund von:UrlaubKrankenhaus-AufenthaltReha-AufenthaltRuhetagenFortbildungenDienstreisenNeben der tageweisen Ersatzpflege ist es auch möglich, die stundenweise Abwesenheit der Pflegeperson vertreten zu lassen. Mögliche Gründe dafür sind:PrüfungenFortbildungenwichtige Termine, z.B. beim Arzt oder auf ÄmternFreizeitaktivitäten, auch private TreffenWelche Leistungen können im Rahmen der Verhinderungspflege erbracht werden?Über die Verhinderungspflege können Vertretungen für alle Aufgaben, die normalerweise durch die Hauptpflegeperson erfolgen, bezahlt werden. In den meisten Fällen sind dies vor allem Aufgaben der Grundpflege wie Körperpflege, Anziehen und Unterstützung beim Toilettengang sowie haushaltsnahe Dienstleistungen wie Einkaufen, Putzen, Waschen und Kochen. Bei der medizinischen Pflege haben pflegende Angehörige häufig Unterstützung von ausgebildeten Pflegekräften. Unabhängig davon, ob für die Verhinderungspflege Angehörige oder professionelle Pflegedienstleister beauftragt werden, kann dies natürlich auch bei Abwesenheit der Hauptpflegeperson ohne Einschränkungen fortgesetzt werden.(Quelle: Sozialgesetzbuch (SGB XI) § 39)Verhinderungspflege durch Angehörige: Berechnung der HöheMit der Verhinderungspflege können sowohl professionelle Pflegedienstleister wie ambulante Pflegedienste oder selbstständiger Pflegekräfte als auch Privatpersonen wie Verwandte, Bekannte, Nachbarn oder sonstige Ehrenamtliche betraut werden. Wenn für die Verhinderungspflege durch Angehörige Berechnungen erfolgen, ist jedoch einiges zu beachten:Die vertretende Person darf nicht ebenfalls als Pflegeperson eingetragen sein. Ansonsten kann im gegenseitigen Vertretungsfall nicht auf das Verhinderungspflegebudget zugegriffen werden. Das Budget der Pflegekasse kann nicht in voller Höhe genutzt werden, wenn die Verhinderungspflege durch nahe Angehörige erbracht wird statt durch professionelle Pflegedienstleister. Dies ist zu beachten, wenn für die Verhinderungspflege durch Angehörige Berechnungen durchgeführt werden. Ist die pflegende Person mit dem Pflegebedürftigen im ersten oder zweiten Grad verwandt oder verschwägert oder im gleichen Haushalt wohnhaft, zahlt die Pflegekasse maximal das 1,5-fache des monatlichen Pflegegeldes.Auch die Stundenlöhne für die private Verhinderungspflege sind gedeckelt. Die Pflegekasse kann die Höhe des Stundenlohns für nahe Verwandte beanstanden, wenn dieser dem von professionellen Pflegediensten gleichkommt. Bei der Beauftragung professioneller Pflegedienstleister erlaubt die Pflegekasse größere Spielräume.Zusätzlich zu der reinen Vergütung können sich nahe Verwandte und Personen desselben Haushalts auch Fahrtkosten in Höhe von 20 Cent pro Kilometer sowie einen Verdienstausfall erstatten lassen, wenn sie aufgrund der Pflegevertretung nicht arbeiten konnten. Diese Erstattungen reduzieren das Verhinderungspflegebudget.Verhinderungspflege durch Angehörige: Berechnung nach TabelleDas zur Verfügung stehende Budget für Verhinderungspflege ist davon abhängig, ob die Pflege durch professionelles Pflegepersonal oder nahe Angehörige erbracht wird. Aktuell gelten für die Verhinderungspflege folgende Sätze:PflegegradVerhinderungspflege durch professionelles PflegepersonalVerhinderungspflege durch nahe Angehörige10 €0 €2bis zu 1.612 Eurobis zu 474 Euro3bis zu 1.612 Eurobis zu 817,50 Euro4bis zu 1.612 Eurobis zu 1.092 Euro5bis zu 1.612 Eurobis zu 1.351,50 Euro(Quelle: Sozialgesetzbuch (SGB XI) § 39)Verhinderungspflege durch Angehörige: Berechnung des PflegegeldesWerden Leistungen der Verhinderungspflege bezogen, so wirkt sich dies auf den Betrag des Pflegegeldes aus – sofern Sie die Vertretung tageweise in Anspruch nehmen. In diesem Fall erhalten Sie für die betreffenden Tage nur anteiliges Pflegegeld, es reduziert sich um die Hälfte. Bei stundenweiser Verhinderungspflege (weniger als acht Stunden pro Tag) reduziert sich hingegen nur das finanzielle Verhinderungspflegebudget, Pflegegeld und Zeitbudget reduzieren sich nicht. Sie erhalten also weiterhin das volle Pflegegeld. (Quelle: Sozialgesetzbuch (SGB XI) § 39)Verhinderungspflege durch Angehörige: Berechnung der SteuerPrinzipiell sind Einnahmen aus der Verhinderungspflege Einkommen. Durch Sonderregelungen fallen für Angehörige aber in der Regel keine Steuern an, wenn sie für die Verhinderungspflege von Verwandten vergütet werden (Quelle: Wissenschaftlicher Dienst des Deutschen Bundestages). Komplizierter kann die steuerrechtliche Bewertung werden, wenn eine Person mehrere Personen in der Verhinderungspflege betreut. In diesem Fall ist es ratsam, einen Steuerberater zu konsultieren.Unterschied zwischen Verhinderungspflege und KurzzeitpflegeFür die Vertretung der Hauptpflegeperson stehen neben dem Budget für Verhinderungspflege auch Leistungen für Kurzzeitpflege zur Verfügung (ab Pflegegrad 2). Der Unterschied zwischen den Budgets liegt darin begründet, dass die Verhinderungspflege zur Vertretung planbarer Abwesenheiten genutzt werden soll, während die Kurzzeitpflege eine Unterstützung für akute Betreuungsengpässe, zum Beispiel bei plötzlicher Krankheit der pflegenden Angehörigen, ist. Die Kurzzeitpflege erfolgt stationär, während die Verhinderungspflege dafür gedacht ist, den Pflegebedürftigen weiterhin in der Häuslichkeit pflegen zu können. Das Budget für Kurzzeitpflege ist etwas höher als das der Verhinderungspflege (maximal 1.774 € pro Jahr bei Pflegegrad 2 bis 5). (Quelle: Sozialgesetzbuch (SGB XI) § 39)Bisher sind die Töpfe für Verhinderungspflege und Kurzzeitpflege noch getrennt, können aber bis zu einem Maximalbetrag aus dem jeweils anderen Budget aufgestockt werden. Ab dem 01. Juli 2025 werden die Leistungen dann im sogenannten Entlastungsbudget zu einem gemeinsamen Jahresbetrag für Verhinderungspflege und Kurzzeitpflege zusammengefasst, sodass die Mittel in Höhe von insgesamt 3.386 Euro pro Kalenderjahr flexibler genutzt werden können. Bei jungen Pflegebedürftigen bis 25 Jahre mit Pflegegrad 4 oder 5 gilt dies bereits seit dem 01. Januar 2024. (Quelle: Pflegeunterstützungs- und -entlastungsgesetz — PUEG)Verhinderungspflege durch Angehörige oder durch professionelle Pflegedienstleister durchführen lassen?Vielleicht stehen auch Sie vor der Frage, ob Sie die Verhinderungspflege durch Angehörige durchführen lassen oder lieber einen professionellen Pflegedienstleister beauftragen sollen. Beide Betreuungsmodelle haben natürlich Vor- und Nachteile. So hat die Verhinderungspflege durch Angehörige den Vorteil, dass vertraute Personen für die Hauptpflegeperson einspringen. Oft sind Privatpersonen aber nicht so erfahren in der Pflege und können so vielleicht keine ausreichende Versorgung sicherstellen. Professionelle Pflegedienstleister übernehmen hingegen sowohl Aufgaben der Grundpflege als auch der medizinischen Pflege fachgerecht und routiniert. Diesen Unterschied in der Qualität der Versorgung würdigt auch die Pflegekasse, indem sie für die Verhinderungspflege durch professionelle Dienstleister höhere Budgets zur Verfügung stellt und höhere Stundensätze erstattet.Aus diesen Gründen entscheiden Sie sich bei der Beauftragung von professionellen Pflegedienstleister meist für die sicherere Variante. Sie können sich sicher sein, dass Ihre Angehörigen auch während Ihrer Abwesenheit zuverlässig und professionell gepflegt werden. Selbstverständlich ist auch eine Kombination von privater und professioneller Verhinderungspflege möglich, zum Beispiel, wenn Angehörige bestimmte Aufgaben nicht übernehmen können oder wollen.Alternative oder Ergänzung zur Pflege durch Angehörige: Verhinderungspflege über FLEXXI buchenMit FLEXXI ist es ganz einfach, qualifizierte Pflegekräfte für die Verhinderungspflege zu finden: Bis zu drei Wochen im Voraus können Sie ausgebildete Pflegekräfte für alle Leistungen der Verhinderungspflege per App buchen. Den Stundenlohn und die Aufgaben, die übernommen werden sollen, legen Sie dabei selbst fest. Da bei uns ausschließlich selbstständige Pflegekräfte aktiv sind, müssen Sie auch keine Arbeitgeberpflichten übernehmen oder sich mit Steuerfragen herumschlagen. Haben Sie einmal die passende Pflegekraft gefunden, können Sie diese immer wieder für Unterstützung während Ihrer Abwesenheit buchen, sodass die pflegebedürftige Person eine feste Bezugsperson hat. Probieren Sie FLEXXI gleich aus: Viel einfacher und sicherer können Sie die Pflege Ihrer Liebsten während Ihrer Abwesenheit kaum organisieren...
Minela Kalebic
Minela Kalebic
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Im eigenen Zuhause alt werden zu können, ist der Wunsch vieler Menschen. Doch bei zunehmendem Pflegebedarf kann die häusliche Pflege zur Herausforderung und starken Belastung für die pflegenden Angehörigen werden. Glücklicherweise gibt es Unterstützungsleistungen, mit denen für die Pflege zu Hause Möglichkeiten geschaffen werden.Gründe für die Pflege zu HauseEin Umzug im hohen Alter ist für viele Menschen keine angenehme Vorstellung. Viele haben den Wunsch, im vertrauten Zuhause alt werden zu können. Dieses Anliegen ist verständlich, schließlich vermitteln die eigenen vier Wände Stabilität und Sicherheit und lassen ein selbstbestimmtes Leben im Alter zu. Auch die Pflege sozialer Kontakte ist im bekannten Umfeld meist einfacher als in einer Pflegeeinrichtung. Nicht zuletzt ist die Unterbringung im betreuten Wohnen oder die stationäre Pflege in einem Pflegeheim auch mit höheren Kosten verbunden.Aus diesen Gründen wollen viele Angehörige ihren Liebsten ermöglichen, so lange wie möglich im eigenen Zuhause zu bleiben. Das Thema Pflege kann diesen Wunsch allerdings zur Herausforderung werden lassen. Glücklicherweise gibt es für die Pflege zu Hause Möglichkeiten finanzieller und organisatorischer Natur. So stellt die Pflegeversicherung mit dem Pflegegeld und weiteren Leistungen finanzielle Mittel zur Verfügung, um eine hochwertige Versorgung in häuslicher Umgebung zu organisieren. Wir schauen uns im Folgenden genauer an, auf welche Leistungen bei Pflegebedürftigen in häuslicher Pflege Anspruch besteht.Pflege zu Hause: Möglichkeiten durch PflegegeldMit dem Pflegegeld können besonders flexibel für die Pflege zu Hause Möglichkeiten geschaffen werden. Die Leistung steht Pflegebedürftigen ab Pflegegrad 2 zur Verfügung und kann frei eingesetzt werden. So können die Mittel verwendet werden, um pflegende Angehörige zu honorieren oder einen Verdienstausfall zu kompensieren. Auch für professionelle Pflegedienstleister wie ambulante Pflegedienste oder selbstständige Pflegekräfte, die die häusliche Pflege unterstützen, kann das Pflegegeld eingesetzt werden.Höhe Pflegegeld nach Pflegegrad:PflegegradHöhe Pflegegeld pro Monat10 Euro2332 Euro3573 Euro4765 Euro5947 Euro(Quelle: Sozialgesetzbuch XI, Kapitel 4)Weitere Unterstützung, um Angehörige zu Hause zu pflegenDa in Deutschland 84 Prozent der Pflegebedürftigen in häuslicher Umgebung durch Angehörige oder andere nahestehende Personen gepflegt werden, gibt es zahlreiche Leistungen der Pflegeversicherung, mit denen die häusliche Pflege unterstützt wird. Dadurch werden in den unterschiedlichsten Konstellationen für die Pflege zu Hause Möglichkeiten eröffnet. Der Anspruch und die Höhe der Leistungen sind vom Pflegegrad abhängig.EntlastungsbudgetBereits bei Pflegegrad 1 steht für die häusliche Pflege das Entlastungsbudget in Höhe von 125 Euro pro Monat zur Verfügung. Dieses ermöglicht es, Aufgaben im Haushalt, die die pflegebedürftige Person nicht mehr allein bewältigen kann, wie Putzen, Waschen, Einkaufen, Kochen oder Fahrdienste, zu finanzieren. Um pflegende Angehörige zu entlasten, können auch medizinische Pflegeleistungen oder stundenweise Betreuungen über das Budget abgerechnet werden.PflegesachleistungenDamit die medizinische Pflege und die Aufgaben der Grundpflege bei der Pflege zu Hause bedarfsgerecht erfolgen, steht ab Pflegegrad 2 das Budget für Pflegesachleistungen zur Verfügung. Darüber können pflegende Angehörige professionelle Pflegedienstleister beauftragen und haben auch bei der Pflege zu Hause die Möglichkeit, eine hochwertige pflegerische Versorgung sicherzustellen.Höhe Pflegesachleistungen nach Pflegegrad:PflegegradHöhe Pflegesachleistungen pro Monat10 Euro2761 Euro31.432 Euro41.778 Euro52.200 EuroVerhinderungspflegeHäusliche Pflege bedeutet viel Verantwortung. Schon kurze Abwesenheiten durch Dienstreisen oder Fortbildungen, erst recht aber eigene Krankheit oder ein Urlaub, können zur echten Herausforderung werden. Doch auch bei der Pflege zu Hause müssen Möglichkeiten für geplante und geplante Auszeiten geschaffen werden. Deshalb steht für die häusliche Pflege das Verhinderungspflegebudget zur Verfügung, das genutzt werden kann, um Abwesenheiten der Hauptpflegeperson zu überbrücken.Das Verhinderungspflegebudget kann ab Pflegegrad 2 genutzt werden und kann für Vertretungspflege durch Privatpersonen oder professionelle Pflegedienstleister erbracht werden. Bis zu einem Maximalbetrag kann das Budget um Leistungen aus der Kurzzeitpflege aufgestockt werden, wenn dieses nicht voll in Anspruch genommen wurde.Höhe Verhinderungspflege nach Pflegegrad pro Jahr:PflegegradVerhinderungspflege durch professionelles Pflegepersonalmit Umwidmung des Budgets für KurzzeitpflegeVerhinderungspflege durch nahe Angehörige10 Euro0 Euro0 Euro2bis zu 1.612 Eurobis zu 2.418 Eurobis zu 474,00 Euro3bis zu 1.612 Eurobis zu 2.418 Eurobis zu 817,50 Euro4bis zu 1.612 Eurobis zu 2.418 Eurobis zu 1.092,00 Euro5bis zu 1.612 Eurobis zu 2.418 Eurobis zu 1.351,50 EuroTages- und NachtpflegeNicht für jeden bestehen für die Pflege zu Hause Möglichkeiten, beruflich kürzerzutreten oder ganz auszusteigen. Mit dem Budget für Tages- und Nachtpflege können Pflegebedürftige stundenweise in ambulanter Pflege versorgt werden, wenn die Pflegeperson verhindert ist.Höhe Budget für Tages- und Nachtpflege nach Pflegegrad:PflegegradHöhe Tages- und Nachtpflege pro Monat (ab 01.01.2024)10 Euro2689 Euro31.298 Euro41.612 Euro51.995 EuroPflege zu Hause: Weitere MöglichkeitenDie genannten Budgets der Pflegeversicherung schaffen für die Pflege zu Hause Möglichkeiten für eine hochwertige Versorgung. Zusätzlich besteht ab Pflegegrad 1 Anspruch auf weitere Leistungen, mit denen die häusliche Pflege unterstützt wird:40 Euro pro Monat für verbrauchbare Pflegehilfsmittel25,50 Euro pro Monat für einen Hausnotrufeinmalig bis zu 4.000 Euro für Wohnraumanpassungen, die in Folge der Pflegebedürftigkeit notwendig sind (maximal 16.000 Euro pro Haushalt bei mehreren pflegebedürftigen Personen)(Quelle: Sozialgesetzbuch XI, Kapitel 4)Pflege zu Hause: Möglichkeiten in Ruhe kennenlernenDie Vielzahl an möglichen Unterstützungsleistungen und die damit einhergehende Antragsbürokratie können überfordernd sein, vor allem, wenn eine Pflegesituation plötzlich eintritt. Um sich über alle Möglichkeiten für die Pflege zu Hause in Ruhe zu informieren, können Sie Pflegeunterstützungsgeld beantragen und sich bis zu zehn Tage freistellen lassen, wenn bei einem nahen Angehörigen (zum Beispiel Eltern, Großeltern, Ehegatten, Lebenspartner, Geschwister oder Kinder) plötzlich ein Pflegebedarf auftritt. (Quelle: BMG)Pflege zu Hause: Mehr Möglichkeiten mit FLEXXISie müssen die Pflege Ihrer Angehörigen nicht allein stemmen. Über FLEXXI können Sie sich unkompliziert und flexibel passgenaue Unterstützung für die häusliche Pflege buchen. Wir erweitern für die Pflege zu Hause die Möglichkeiten. Über die FLEXXI-App finden Sie ausgebildete, selbstständige Pflegekräfte für die Aufgaben, die Sie nicht selbst übernehmen können oder wollen. Die bei uns gelisteten Pflegekräfte verfügen alle über eine pflegerische Qualifikation, sodass ihre Leistungen bei den Pflegekassen anerkannt sind und über die Pflegeversicherung abgerechnet werden können.Für die Unterstützung bei der Pflege zu Hause haben Sie die Möglichkeit, unsere qualifizierten Pflegekräfte für folgende Aufgaben in Anspruch zu nehmen:medizinische PflegeGrundpflege (Körperpflege, Unterstützung beim Toilettengang etc.)haushaltsnahe Dienstleistungen (Kochen, Einkaufen, Putzen, Waschen etc.)Beschäftigung, (Lesen, Gesellschaftsspiele, Gedächtnistraining etc.)Begleitung zu FreizeitaktivitätenGesprächeErinnerungsarbeitFahrdiensteNachtwache und Nachtbereitschaft ...Unsere Mission ist, pflegende Angehörige zu entlasten und für die Pflege zu Hause mehr Möglichkeiten zu eröffnen. Testen Sie die FLEXXI-App und finden Sie die passende Unterstützung zu Ihrem Wunsch-Stundenlohn...
Minela Kalebic
Minela Kalebic
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In Deutschland werden die meisten pflegebedürftigen Menschen im häuslichen Umfeld betreut. Auch Sie überlegen, wie Sie die Pflege Ihrer Angehörigen im eigenen Zuhause ermöglichen können? Erfahren Sie hier, was bei der Pflege zu Hause für Kosten anfallen und mit welchen Leistungen der Pflegekasse Sie diese finanzieren können.Vorteile der Pflege zu HauseEs gibt viele gute Gründe, sich für die ambulante Pflege zu entscheiden. Viele Pflegebedürftige äußern von sich aus den Wunsch, auch im höheren Alter im vertrauten Zuhause bleiben zu können. Denn die eigenen vier Wände bieten Stabilität und Sicherheit. Zudem können die Pflegebedürftigen bei einem niedrigen Pflegegrad im Rahmen der ambulanten Pflege noch so selbstbestimmt wie möglich leben und müssen sich nicht an den neuen Rhythmus und Ablauf eines Pflegeheims oder einer Senioren-WG gewöhnen.Neben diesen doch eher emotionalen Vorzügen hat die ambulante Pflege auch aus pflegerischer Sicht Vorteile. So kann die häusliche Pflege deutlich individueller und damit sehr bedarfsgerecht erfolgen. Je nach individuellem Pflegebedarf können die private Pflege durch Angehörige oder andere nahestehende Personen und die professionelle Pflege durch Pflegedienstleister kombiniert werden. Die Pflegekasse stellt dafür passende Leistungen zur Verfügung, mit denen die unterschiedlichen Pflegekonstellationen finanziert werden können. Dadurch ist die häusliche Pflege auch finanziell oft besser zu stemmen als die deutlich teurere Unterbringung in einem Pflegeheim.Pflege zu Hause: Kosten und MöglichkeitenDie häusliche Pflege ist sehr individuell. Dementsprechend variieren bei der Pflege zu Hause Kosten und Betreuungsmodelle stark. Gerade bei altersbedingter Pflegebedürftigkeit steigt der Pflegebedarf oft schleichend. Es empfiehlt sich, regelmäßig zu reflektieren, bei welchen Aufgaben eine Unterstützung notwendig ist. Unterstützung bei haushaltsnahen DienstleistungenOft beginnt die Pflege mit der Unterstützung bei alltäglichen Aufgaben wie dem Einkaufen, Waschen oder Putzen sowie Fahrdiensten, wenn Senioren für diese Aufgaben die Kraft fehlt oder sie sich diese nicht mehr zutrauen. Diese Aufgaben werden in vielen Fällen von Angehörigen übernommen. Doch die doppelte Haushaltsführung lässt viele, vor allem wenn sie auch noch berufstätig sind, schnell an ihre Grenzen kommen. Deshalb sollte bereits in diesem Stadium über die Beantragung eines Pflegegrads nachgedacht werden. Schon bei Pflegegrad 1 steht der sogenannte Entlastungsbetrag von 125 Euro monatlich zur Verfügung, um beispielsweise haushaltsnahe Dienstleistungen zu finanzieren. Das Budget reicht beispielsweise aus, um die wöchentliche Grundreinigung einer kleinen bis mittleren Wohnung oder einen Fahrdienst für Arzttermine und private Termine zu bezahlen.Ambulante PflegedienstleisterSteigt der Pflegebedarf, sollten Sie in jedem Fall über die Unterstützung durch professionelle Pflegedienstleister nachdenken. Aufgaben der Grundpflege wie die Körperpflege und erst recht die medizinische Pflege können durch ambulante Pflegedienste oder selbstständige Pflegekräfte bedarfsgerecht und sicher erledigt werden. Ab Pflegegrad 2 stehen hier neben dem Pflegegeld noch zahlreiche weitere Leistungen der Pflegekasse zur Verfügung, um bei der Pflege zu Hause die Kosten zu finanzieren.24-Stunden-PflegeEin weiteres Betreuungsmodell in der häuslichen Pflege ist die 24-Stunden-Pflege. Dabei lebt die Pflegekraft dauerhaft mit der pflegebedürftigen Person zusammen. Dieses Betreuungsmodell ist sehr voraussetzungsreich und natürlich auch sehr teuer. Für qualifizierte Pflegekräfte fallen monatlich bis zu 5.000 Euro für die 24-Stunden-Pflege an. Die Mittel der Pflegekasse reichen dafür nicht aus. Aus diesem Grund setzen viele auf sogenannte „polnische Pflegekräfte“. Diese sind mit etwa 2.000 bis 3.000 Euro Kosten pro Monat zwar deutlich günstiger, verfügen aber oftmals über keine pflegerische Ausbildung, sodass sie keine Aufgaben der medizinischen Pflege übernehmen können. Aufgrund der hohen Voraussetzungen und Kosten ist die 24-Stunden-Pflege nur bedingt geeignet, um die häusliche Pflege zu organisieren.Pflege zu Hause: Kosten mit Leistungen der Pflegekasse finanzierenBei der Pflege zu Hause entstehen Kosten – auch wenn in vielen Fällen Angehörige den Großteil der Pflege schultern. Deshalb stellt die Pflegeversicherung zahlreiche Leistungen zur Verfügung, mit denen die häusliche Pflege finanziert werden kann. Mit steigendem Pflegegrad stehen entsprechend mehr und höhere Leistungen zur Verfügung.PflegegeldDas Pflegegeld ermöglicht es, die häusliche Pflege besonders flexibel zu finanzieren. Ab Pflegegrad 2 wird ein monatlicher Beitrag ausgezahlt, über den die Pflegebedürftigen frei verfügen können. Sie können diesen nutzen, um Angehörige zu honorieren oder diesen zu ermöglichen, ihre Arbeitszeit für die Pflege zu reduzieren. Aber auch die Finanzierung von einzelnen Pflegedienstleistungen durch ambulante Pflegedienstleister ist möglich.Höhe Pflegegeld nach Pflegegrad:PflegegradHöhe Pflegegeld pro Monat10 Euro2332 Euro3573 Euro4765 Euro5947 EuroEntlastungsbudgetDas Entlastungsbudget steht bereits ab Pflegegrad 1 zur Verfügung. Monatlich können 125 Euro genutzt werden, um bei der Pflege zu Hause Kosten zu kompensieren. Häufig werden diese Mittel für die Finanzierung haushaltsnaher Dienstleistungen wie Putzen, Waschen, Einkaufen, Kochen oder Fahrdienste genutzt. Es können aber auch medizinische Pflegeleistungen oder eine stundenweise Betreuung über das Entlastungsbudget finanziert werden.PflegesachleistungenDas Budget für Pflegesachleistungen soll sicherstellen, dass auch in häuslicher Umgebung eine hochwertige pflegerische Betreuung stattfindet. Ab Pflegegrad 2 kann das monatliche Budget genutzt werden, um ambulante Pflegedienste oder selbstständige Pflegekräfte mit der medizinischen Versorgung oder Aufgaben der Grundpflege zu beauftragen.Höhe Pflegesachleistungen nach Pflegegrad:PflegegradHöhe Pflegesachleistungen pro Monat10 Euro2761 Euro31.432 Euro41.778 Euro52.200 EuroVerhinderungspflegeAuch wenn Angehörige die Pflege komplett übernehmen, können sie nicht 24 Stunden an 365 Tagen im Jahr präsent sein. So können berufliche Verpflichtungen wie Dienstreisen oder Fortbildungen oder eine eigene Erkrankung dazu führen, dass sie als Hauptpflegeperson zeitweise ausfallen. Genauso haben aber auch pflegende Angehörige ein Recht auf Erholung und Auszeiten. Für diese Fälle steht ab Pflegegrad 2 das Budget der Verhinderungspflege zur Verfügung. Darüber können zeitweise Abwesenheiten der Hauptpflegeperson überbrückt werden. Pflegende Angehörige können sich darüber von anderen Privatpersonen oder professionellen Pflegedienstleistern vertreten lassen. Die Vertretung kann sowohl tages- als auch stundenweise in Anspruch genommen werden. Zudem kann das Verhinderungspflegebudget bis zu einem Höchstbetrag mit nicht genutzten Mitteln für Kurzzeitpflege aufgestockt werden. 2025 werden beide Budgets zum Entlastungsbudget fusioniert.Höhe Verhinderungspflege nach Pflegegrad pro Jahr:PflegegradVerhinderungspflege durch professionelles Pflegepersonalmit Umwidmung des Budgets für KurzzeitpflegeVerhinderungspflege durch nahe Angehörige10 Euro0 Euro0 Euro2bis zu 1.612 Eurobis zu 2.418 Eurobis zu 474,00 Euro3bis zu 1.612 Eurobis zu 2.418 Eurobis zu 817,50 Euro4bis zu 1.612 Eurobis zu 2.418 Eurobis zu 1.092,00 Euro5bis zu 1.612 Eurobis zu 2.418 Eurobis zu 1.351,50 EuroWeitere Leistungen zur Unterstützung der häuslichen PflegeNeben den Budgets, mit denen die häusliche Pflege individuell organisiert werden kann, gibt es noch weitere Leistungen der Pflegekasse, mit denen bei der Pflege zu Hause Kosten kompensiert werden können. Zur Verfügung stehen:40 Euro pro Monat für verbrauchbare Pflegehilfsmittel25,50 Euro pro Monat für einen Hausnotrufeinmalig bis zu 4.000 Euro für Wohnraumanpassungen, die in Folge der Pflegebedürftigkeit notwendig sind (maximal 16.000 Euro pro Haushalt bei mehreren pflegebedürftigen Personen)(Quelle: Sozialgesetzbuch XI, Kapitel 4)Mit FLEXXI Pflege zu Hause kosteneffizient organisierenFLEXXI unterstützt Sie dabei, die häusliche Pflege bedarfsgerecht und flexibel zu organisieren. Über unsere App können Sie ausgebildete, selbstständige Pflegekräfte für die Aufgaben buchen, bei denen Sie Unterstützung benötigen. Da alle unsere gelisteten Pflegekräfte über eine pflegerische Qualifikation verfügen, können die Kosten, die für die Pflege zu Hause entstehen, bei den Pflegekassen abgerechnet werden. Gestalten Sie für die Pflege zu Hause Kosten nach Ihren Möglichkeiten: Die Nutzung der FLEXXI-App ist kostenfrei und bei der Suche nach Pflegekräften können Sie Ihren Wunsch-Stundenlohn angeben. 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Minela Kalebic
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Die aktuelle Situation in der PflegeDie Pflegelandschaft in Deutschland sieht sich enormen Herausforderungen gegenüber. Ein Artikel in der Süddeutschen Zeitung, basierend auf den Erfahrungen der Pflegewissenschaftlerin Angelika Zegelin nach einer Hüft-OP, unterstreicht die Dringlichkeit für eine Reform. Die beschriebenen Mängel im Krankenhauspflegesystem sind ein deutlicher Weckruf: Es ist Zeit für eine Veränderung.Hauptprobleme im PflegebereichMangelnde persönliche Betreuung: Zegelins Erlebnis einer unzureichenden Grundpflege, darunter mangelnde Körperhygiene und fehlende persönliche Betreuung, spiegelt ein tiefgreifendes Systemversagen wider.Unzureichende Mobilisierung: Die Vernachlässigung der Mobilisierung nach der OP, überlassen den Physiotherapeuten ohne Unterstützung durch das Pflegepersonal, verdeutlicht eine fragmentierte Pflegepraxis.Personalmangel und Überlastung: Die Überlastung der Pflegekräfte aufgrund von Personalmangel führt zu einer Verschlechterung der Pflegequalität und bedarf dringender Aufmerksamkeit.Zegelin, eine renommierte Expertin auf ihrem Gebiet, erlebte während ihres Krankenhausaufenthalts, dass Patienten häufig sich selbst überlassen waren. Von mangelnder persönlicher Hygiene bis hin zu unzureichender Mobilisierung nach Operationen – ihre Beobachtungen werfen ein kritisches Licht auf den Zustand der Pflege in Krankenhäusern. Es ist alarmierend, dass selbst eine Fachkraft wie Zegelin unter diesen Bedingungen leiden musste. Ihr Erlebnis wirft ernsthafte Fragen darüber auf, wie wir als Gesellschaft diejenigen behandeln, die unserer Fürsorge am meisten bedürfen.Was Zegelins Erfahrung besonders besorgniserregend macht, ist die Erkenntnis, dass viele Pflegekräfte aufgrund der Arbeitsbedingungen und des Personalmangels gezwungen sind, unter ihrem Können zu arbeiten. Dies führt zu einem Teufelskreis aus Unzufriedenheit und Personalfluktuation, der nur durch umfassende Reformen durchbrochen werden kann.Das Bericht ist ein dringender Appell an Politik, Gesellschaft und die Pflegebranche selbst, gemeinsam an einer besseren Zukunft für die Pflege in Deutschland zu arbeiten. Es geht darum, die Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass Pflegekräfte ihre Arbeit unter bestmöglichen Bedingungen verrichten können und Patienten die Fürsorge erhalten, die sie verdienen.FLEXXI Care: Lösungsansätze und ZieleBei FLEXXI Care sind wir uns dieser Probleme bewusst und setzen uns dafür ein, Lösungen anzubieten, die sowohl Pflegebedürftigen als auch Pflegekräften zugutekommen. Unser Ziel ist es, durch innovative Ansätze und technologische Unterstützung eine Brücke zwischen qualifizierter Pflege und den Bedürfnissen der Patienten zu schlagen. Wir glauben, dass durch die Stärkung der ambulanten Pflege und die Förderung von Flexibilität und Selbstbestimmung im Pflegeberuf sowohl die Arbeitsbedingungen verbessert als auch die Pflegequalität gesteigert werden kann.Maßnahmen für eine bessere PflegezukunftUnterstützung und Wertschätzung der Pflegekräfte: Der Schlüssel zu besserer Pflege liegt in der Anerkennung und Förderung unserer Pflegefachkräfte.Matching-System für individuelle Bedürfnisse: Wir verbinden qualifizierte Pflegefachkräfte mit Pflegebedürftigen, wobei wir individuelle Bedürfnisse und Fähigkeiten berücksichtigen.Flexible Arbeitsmodelle:  Wir ermöglichen Pflegekräften, ihre Berufung auszuüben, ohne ihre eigenen Bedürfnisse zu vernachlässigen, durch flexible Arbeitszeiten und bedarfsgerechte Einsätze.Aufruf zum gemeinsamen HandelnDie Verbesserung der Pflegelandschaft in Deutschland erfordert ein gemeinsames Handeln. FLEXXI Care nimmt in diesem Prozess eine führende Rolle ein und bietet innovative Lösungen an, die auf eine Reform der Pflegebranche abzielen. Wir laden Sie ein, Teil dieser wichtigen Veränderung zu werden. Gemeinsam können wir eine Pflegeumgebung schaffen, die den Bedürfnissen aller Beteiligten gerecht wird.Lasst uns die Pflege in Deutschland gemeinsam verändern und eine Zukunft schaffen, in der die Pflege sowohl für Bedürftige als auch für Pflegekräfte gerecht und förderlich ist. FLEXXI Care steht an vorderster Front dieses Wandels. Schließen Sie sich uns an und werden Sie Teil der Lösung.Lesen Sie den Süddeutsche Artikel hier..
Sandra Polo
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Wenn Angehörige plötzlich aufgrund einer Erkrankung oder eines Unfalls pflegebedürftig werden, so ist dies in den meisten Fällen eine zunächst überfordernde Situation. Erfahren Sie hier, welche Möglichkeiten Sie haben, um die Pflege kurzfristig zu organisieren und welche Leistungen Sie beantragen können, wenn ein plötzlicher Pflegefall eintritt.Plötzlicher Pflegefall: Was ist zu tun?Ein plötzlicher Pflegefall ist nicht nur ein Schock für nahestehende Personen, sondern bedeutet in vielen Fällen auch zahlreiche zu klärende Fragen. Als Akutmaßnahmen sollten Sie in den ersten Tagen folgendes organisieren:Beantragen Sie bei Ihrem Arbeitgeber bis zu zehn Tage Auszeit, um die Pflege zu organisieren. Während dieser Zeit zahlt die Pflegekasse Ihnen Pflegeunterstützungsgeld als Entgeltersatzleistung.Liegen die Patientenverfügung und die Betreuungsverfügung vor? Diese Dokumente schaffen die rechtlichen Voraussetzungen, Entscheidungen für Ihre pflegebedürftigen Angehörigen zu treffen und für Sie Pflegeleistungen zu beantragen.Holen Sie Fachpersonal hinzu, das abschätzen kann, wie hoch der Unterstützungsbedarf ist.Machen Sie sich ehrlich, ob Sie die notwendige Pflege allein in häuslicher Umgebung bewältigen können.Organisieren Sie sich bei Bedarf Unterstützung durch einen Pflegedienst oder selbstständige Pflegekräfte und andere Dienstleister wie einen Essenslieferservice.In Akutfällen können Sie auch über einen Kurzzeitpflegeplatz in einer stationären Einrichtung eine bedarfsgerechte Versorgung sicherstellen, bis die Bedingungen für die häusliche Pflege gegeben sind.Stellen Sie einen Antrag auf einen Pflegegrad bzw. eine Höherstufung. So stehen Ihnen zügig die Mittel zur bedarfsgerechten Finanzierung der Pflege zur Verfügung.Pflegeunterstützungsgeld bei plötzlichen PflegefallWenn bei einem Verwandten ein plötzlicher Pflegefall eintritt, benötigen Sie mit Sicherheit einige Tage Zeit, um mit der neuen Situation klarzukommen und eine bedarfsgerechte Pflege zu organisieren. Dafür steht Angestellten in Unternehmen mit mehr als 15 Mitarbeitern eine Auszeit von bis zu zehn Arbeitstagen zu. Während dieser Zeit zahlt die Pflegekasse sogenanntes Pflegeunterstützungsgeld als Entgeltersatzleistung. (Quelle: BMG)Längere Auszeit über die PflegezeitNicht immer sind zehn Tage ausreichend, um die neue Situation nach einem plötzlichen Pflegefall zu ordnen. Unter Umständen ist auch absehbar, dass Sie Ihre Angehörigen zeitnah auf ihrem letzten Weg begleiten werden. Über die Pflegezeit können Sie sich bis zu sechs Monate freistellen lassen, um Ihre Angehörigen in häuslicher Umgebung zu pflegen. Bis zu drei Monate ist eine Freistellung möglich, um nahe Angehörige bis zu drei Monate auf ihrem letzten Weg zu begleiten.Um die Pflegezeit zu beantragen, ist eine Bescheinigung der Pflegekasse oder des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (MDK) beim Arbeitgeber nachzuweisen. Während der Pflegezeit erhalten Sie keinen Lohn oder sonstige Lohnersatzleistungen. Um ihren Lebensunterhalt in dieser Zeit zu finanzieren, können Angehörige ein zinsloses staatliches Darlehen beim Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) beantragen. (Quelle: BMG)Sichere Unterbringung bei plötzlichen Pflegefall: Kurzzeitpflege im HeimTritt die Pflegesituation plötzlich und in akuter Form ein, kann es sinnvoll sein, zunächst eine stationäre Pflege zu organisieren, damit die pflegebedürftige Person bedarfsgerecht versorgt werden. Sie haben dann Zeit, sich für eine Form der Pflege zu entscheiden, entsprechende organisatorische Vorbereitungen zu treffen und Pflegeleistungen zu beantragen.Für die Kurzzeitpflege halten viele Seniorenheime Notfall-Plätze vor. Ist bereits mindestens Pflegegrad 2 festgestellt worden, kann die Kurzzeitpflege über das Kurzzeitpflegebudget der Pflegeversicherung finanziert werden. Dafür stehen pro Jahr maximal 1.774 € für bis zu acht Wochen zur Verfügung. Über das Budget für Verhinderungspflege kann diese Summe zusätzlich aufgestockt werden.(Quelle: Sozialgesetzbuch XI, Kapitel 4, § 42 Kurzzeitpflege)Nicht vergessen: Pflegegrad beantragenTritt ein Pflegebedarf plötzlich ein, ist es umso wichtiger, dass Sie zeitnah einen Antrag auf einen Pflegegrad stellen. Selbstverständlich ist auch eine Beantragung der Höherstufung nach einem plötzlichen Pflegefall möglich, wenn bisher beispielsweise erst Pflegegrad 1 vorlag. Der Antrag wird bei der Pflegekasse, die bei der Krankenkasse der zu pflegenden Person angesiedelt ist, eingereicht. Dort reicht ein formloser Antrag der betroffenen Person auf einen Pflegegrad aus, um den Antragsprozess in Gang zu setzen. Anschließend erhalten Sie von der Pflegekasse ein Formular, über das Pflegeleistungen beantragt werden können. Danach wird zur Begutachtung der Pflegebedürftigkeit ein Gutachter des Medizinischen Dienstes (gesetzliche Versicherung) bzw. ein sogenannter Medicproof (private Versicherung) entsendet. Auf der Basis dieses Gutachtens entscheidet die Pflegeversicherung über den Pflegegrad (1, 2, 3, 4 oder 5). Je höher der Pflegegrad, desto mehr Leistungen und desto höhere Budgets stehen zur Verfügung.Was tun, wenn die akuten Fragen geklärt sind?In den ersten Tagen nach dem Eintreten eines plötzlichen Pflegefalls ist es wichtig, eine bedarfsgerechte Pflege sicherzustellen und die ersten bürokratischen Prozesse in Gang zu setzen. Sind diese akuten Fragen geklärt, sollten Sie sich damit befassen, wie die Pflege weiter organisiert werden kann. Zunächst muss die grundsätzliche Entscheidung getroffen werden, ob die Pflege in einer stationären Einrichtung, im betreuten Wohnen, in einer Wohngruppe oder zu Hause erfolgen soll. Auch wenn sich natürlich viele Menschen wünschen, im eigenen Zuhause bleiben zu können: Wägen Sie die Vor- und Nachteile der häuslichen Pflege gut ab und analysieren Sie ehrlich, ob zu Hause eine bedarfsgerechte Pflege möglich ist. Entscheiden sich die pflegebedürftige Person und ihre Angehörigen für die häusliche Pflege, müssen entsprechende organisatorische Maßnahmen getroffen werden:Sind Sie in der Lage, alle Aufgaben der Grundpflege und einfache medizinische Pflegeaufgaben dauerhaft selbst zu leisten? Nutzen Sie die Mittel der Pflegeversicherung wie den Entlastungsbetrag und die Pflegesachleistungen, um sich über die ambulante Pflege professionelle Unterstützung an die Seite zu holen. Für den Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel werden ab Pflegegrad ebenfalls mit 40 Euro pro Monat bezuschusst. (Quelle: Sozialgesetzbuch XI, Kapitel 4)Ist eine dauerhafte oder eine punktuelle Unterstützung notwendig? Durch die Nutzung von Tages- und Nachtpflegeplätzen kann bei hohem Pflegebedarf eine sichere Betreuung sichergestellt werden, wenn pflegende Angehörige berufstätig sind oder Pflegebedürftige allein wohnen. Dafür stehen ab Pflegegrad 2 mindestens 689 Euro pro Monat zur Verfügung. (Quelle: Sozialgesetzbuch XI, Kapitel 4)Klären Sie, wie die Pflege zu Hause sichergestellt werden kann, wenn die Hauptpflegeperson ausfällt. Ab Pflegegrad 2 können Sie das Budget der Verhinderungspflege in Anspruch nehmen, um eine Vertretung durch ambulante Pflegedienste und andere professionelle Pflegedienstleister oder Verwandte und sonstige Ehrenamtliche zu finanzieren. (Quelle: Sozialgesetzbuch XI, Kapitel 4)Sind infolge der Pflegebedürftigkeit Anpassungen an der Wohnung nötig? Ab Pflegegrad 1 können Sie einmalig bis zu 4.000 Euro für entsprechende Umbaumaßnahmen beantragen. Zudem stehen monatlich 25,50 Euro für einen Hausnotruf zur Verfügung. (Quelle: Sozialgesetzbuch XI, Kapitel 4)Sind Ihre Arbeitsbelastung und die Pflege miteinander vereinbar? Überlegen Sie, ob Sie Ihre Stunden reduzieren wollen oder andere Ausgleichsmaßnahmen wie Home-Office oder flexiblere Arbeitszeiten notwendig sind, um die Pflege sicherzustellen, und sprechen Sie darüber mit Ihrem Arbeitgeber. Über das Pflegegeld kann ein finanzieller Ausgleich geschaffen werden. Die Entscheidung darüber obliegt natürlich der pflegebedürftigen Person.Liegen alle Vollmachten und Verfügungen vor, falls die pflegebedürftige Person wichtige Entscheidungen nicht mehr selbst treffen kann? Falls nicht, sollte dies unbedingt nachgeholt werden.Unterstützung bei plötzlichem Pflegefall über FLEXXI buchenFLEXXI unterstützt Angehörige bei der bedarfsgerechten Pflege. Auch bei einem plötzlichen Pflegefall finden Sie über FLEXXI schnell die passende Unterstützung. Über die FLEXXI-App können Sie Ihren Unterstützungsbedarf und Ihren Wunschstundenlohn eingeben – wir verbinden Sie dann mit ausgebildeten, selbstständigen Pflegekräften, deren Leistungen von den Pflegekassen anerkannt werden. Sie benötigen akute Unterstützung? Wir sind für Sie da! Probieren Sie die FLEXXI-App direkt kostenfrei aus!..
Minela Kalebic
Minela Kalebic
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Oft entwickelt sich eine Pflegebedürftigkeit schleichend. In einigen Fällen kann jedoch durch eine Erkrankung oder einen Unfall kurzfristige Pflege notwendig werden. Erfahren Sie hier, welche Rechte Arbeitnehmer haben und welche Unterstützungsleistungen der Pflegekasse infrage kommen, um kurzfristige Pflegebedarfe abzudecken.Kurzfristige Pflege: Was kann ich als Arbeitnehmer tun?Wenn Sie in einem Angestelltenverhältnis arbeiten und bei Ihren nahen Angehörigen plötzlich ein Pflegebedarf auftritt, haben Sie das Recht, bis zu zehn Arbeitstage der Arbeit fernzubleiben, um eine bedarfsgerechte Pflege sicherzustellen. In diesem Zeitraum der kurzzeitigen Arbeitsverhinderung zahlt die Pflegekasse sogenanntes Pflegeunterstützungsgeld als Entgeltersatzleistung. Dieses entspricht 100 Prozent des Nettoentgelts, wenn Einmalzahlungen in den letzten 12 Monaten vor Beginn der Pflegezeit gezahlt wurden, und 90 Prozent des Nettoentgelts, wenn es keine zusätzlichen Zahlungen wie Weihnachts- oder Urlaubsgeld gab. Wenn Sie sich die Pflege mit einer anderen Person aufteilen, so muss auch der Anspruch auf das Pflegeunterstützungsgeld geteilt werden. Voraussetzungen, Pflegeunterstützungsgeld für die kurzfristige Pflege zu nutzenVoraussetzung für den Anspruch auf Pflegeunterstützungsgeld ist, dass die Pflegesituation akut eingetreten ist und es abzusehen ist, dass die pflegebedürftige Person einen Pflegegrad zuerkannt bekommt. Zudem muss es sich bei der pflegebedürftigen Person um nahe Angehörige handeln, zum Beispiel Eltern, Großeltern, Ehegatten, Lebenspartner, Geschwister oder Kinder. Der Arbeitgeber kann eine Bescheinigung über die voraussichtliche Pflegebedürftigkeit einfordern, aus der die Erforderlichkeit der kurzzeitigen Arbeitsverhinderung hervorgeht. Auch für die Beantragung von Pflegeunterstützungsgeld ist eine ärztliche Bescheinigung erforderlich.(Quelle: BMG)Option für kurzfristige Pflege: Kurzzeitpflege im HeimNicht immer kann eine kurzfristige Pflege in häuslicher Umgebung organisiert werden. In diesem Fall kommt eine Kurzzeitpflege in stationärer Unterbringung infrage. Dafür halten die meisten Seniorenheime Notfall-Plätze vor. Liegt bereits mindestens Pflegegrad 2 vor, kann dafür das Kurzzeitpflegebudget der Pflegeversicherung genutzt werden. Hierfür stehen pro Jahr maximal 1.774 € für bis zu acht Wochen zur Verfügung. Zudem kann das Budget durch die Mittel für Verhinderungspflege aufgestockt werden.(Quelle: Sozialgesetzbuch XI, Kapitel 4, § 42 Kurzzeitpflege)Verlängerungsoption Pflegezeit Reichen zehn Tage nicht aus, um die neue Pflegesituation zu ordnen, haben Sie die Möglichkeit, in Pflegezeit zu gehen. Pflegende Angehörige können sich bis zu sechs Monate freistellen lassen, um die Pflege zu organisieren. Dafür ist eine Bescheinigung der Pflegekasse oder des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (MDK) als Nachweis beim Arbeitgeber erforderlich. Sie können die Pflegezeit auch nutzen, um nahe Angehörige bis zu drei Monate auf ihrem letzten Weg zu begleiten.Die Freistellung erfolgt unentgeltlich, Sie haben jedoch die Möglichkeit, ein zinsloses staatliches Darlehen beim Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) zu beantragen, um während der Pflegezeit Ihren Lebensunterhalt zu finanzieren.(Quelle: BMG)Erste Schritte, wenn kurzfristige Pflege erforderlich wirdEin kurzfristig eingetretener Pflegebedarf stellt für viele Angehörige zunächst eine überfordernde Situation dar. Lassen Sie am besten zunächst durch Fachpersonal abklären, wie hoch der Unterstützungsbedarf ist. Davon ausgehend müssen Sie sich ehrlich klar machen, in welchem Umfang Sie diese Unterstützung selbständig leisten können. Hier ist eine ehrliche Bewertung der Situation für alle Beteiligten unerlässlich, damit es nicht zu permanenter Überforderung oder einer unzureichenden Versorgung des Pflegebedürftigen kommt. Informieren Sie sich über die verschiedenen Unterstützungsoptionen, zum Beispiel die Versorgung durch Pflegedienstleister oder einen Essen Lieferservice. Über FLEXXI können Sie beispielsweise unkompliziert und flexibel per App Pflegedienstleistungen von ausgebildeten, selbständigen Pflegekräften buchen.Zudem sollten Sie einen Antrag auf einen Pflegegrad stellen. So stellen Sie sicher, dass Ihnen zeitnah finanzielle Unterstützung zur Verfügung steht, um eine bedarfsgerechte Pflege zu organisieren.Pflegegrad beantragen: So geht’sEin Pflegegrad kann mit einem formlosen Antrag bei der Pflegekasse, die bei der Krankenkasse der zu pflegenden Person angesiedelt ist, beantragt werden. Sie erhalten von der Pflegekasse dann ein Formular, über das Pflegeleistungen beantragt werden können. Die Pflegekasse entsendet daraufhin den Medizinischen Dienst mit einem Gutachter (gesetzliche Versicherung), bzw. bei einem privaten Versicherungsunternehmen einen Medicproof, der ein Gutachten über die Pflegebedürftigkeit erstellt. Auf Grundlage des Gutachtens fällt dann die Entscheidung über den Pflegegrad. Es gibt fünf Pflegegrade: 1, 2, 3, 4 und 5. Einige Unterstützungsleistungen stehen im Pflegegrad 1 noch nicht zur Verfügung. Zudem steigen die Zuweisungen, je höher der Pflegegrad ist.Kurzfristige Pflege über FLEXXI buchenSie benötigen kurzfristige Unterstützung für die Pflege Ihrer Angehörigen? Über FLEXXI finden Sie schnell und unkompliziert ausgebildete Pflegekräfte für alle Aufgaben, bei denen Unterstützungsbedarf besteht. Damit ermöglicht FLEXXI eine kurzfristige Unterstützung in akuten Pflegesituationen, ohne dass Sie sich mit Arbeitgeberpflichten auseinandersetzen müssen. Die bei FLEXXI gelisteten Pflegekräfte verfügen alle über eine pflegerische Qualifikation und sind selbstständig tätig. Damit werden Ihre Leistungen auch von den Pflegekassen anerkannt und sind erstattungsfähig.Selbstverständlich können Sie über FLEXXI auch langfristige Unterstützung für Ihre pflegebedürftigen Angehörigen buchen. Unsere Pflegekräfte übernehmen unter anderem folgende Aufgaben:medizinische PflegeGrundpflege (Körperpflege, Unterstützung beim Toilettengang etc.)haushaltsnahe Dienstleistungen (Kochen, Einkaufen, Putzen, Waschen etc.)Beschäftigung, (Lesen, Gesellschaftsspiele, Gedächtnistraining etc.)Begleitung zu FreizeitaktivitätenGesprächeErinnerungsarbeitFahrdiensteNachtwache und Nachtbereitschaft ...Probieren Sie FLEXXI direkt aus! Die Nutzung der App ist für Sie kostenfrei. Geben Sie einfach Ihren Unterstützungsbedarf und Ihren Wunsch-Stundenlohn ein und finden Sie passende Pflegekräfte...
Minela Kalebic
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Viele ältere Menschen wünschen sich, in häuslicher Umgebung gepflegt zu werden. Diesem Wunsch zu entsprechen, ist für viele Angehörige mit viel Aufwand verbunden. Erfahren Sie hier, welche Unterstützungsleistungen zur Verfügung stehen, um Angehörige zu Hause zu pflegen.Finanzielle Unterstützung, um Angehörige zu Hause zu pflegenMit dem Pflegegeld bekommen Pflegebedürftige die Möglichkeit, ihre Pflege selbstbestimmt zu gestalten. Ab Pflegegrad 2 erhalten sie über das Pflegegeld einen festen monatlichen Betrag, den sie flexibel einsetzen können, um professionelle Pflegedienstleister zu bezahlen, aber auch pflegenden Angehörigen oder sonstigen Ehrenamtlichen eine Entschädigung zu zahlen. Höhe Pflegegeld nach Pflegegrad:PflegegradHöhe Pflegegeld pro Monat (ab 01.01.2024)10 €2332 €3573 €4765 €5947 €(Quelle: Sozialgesetzbuch XI, Kapitel 4)Neben der direkten finanziellen Unterstützung durch das Pflegegeld wird die häusliche Pflege von Angehörigen auch in der Rentenversicherung honoriert. Wenn Sie mindestens zehn Stunden an zwei oder mehr Tagen pro Woche private Pflege leisten und nicht mehr als 30 Stunden wöchentlich erwerbstätig sind, zahlt die Pflegeversicherung Beiträge zur Rentenversicherung. Die Höhe der Beiträge ist vom Pflegegrad und der bezogenen Leistungsart abhängig und liegt zwischen 119,35 und 631,47 Euro monatlich (West) beziehungsweise zwischen 115,66 und 611,94 Euro monatlich (Ost). (Quelle: BMG)Leistungen der Pflegekasse, um Angehörige zu Hause zu pflegenÜber die Pflegekasse stehen mehrere Leistungen zur Verfügung, mit denen die häusliche Pflege finanziert werden kann. Anspruch und dessen Höhe sind vom Pflegegrad abhängig.EntlastungsbudgetBereits ab Pflegegrad 1 steht ein Entlastungsbudget in Höhe von 125 Euro pro Monat zur Verfügung, mit dem Sie Unterstützung finanzieren können, wenn Sie Ihre Angehörigen zu Hause pflegen. Sie können diese Mittel beispielsweise nutzen, um Unterstützung im Haushalt bei Putzen, Waschen, Einkaufen und Kochen oder Fahrdienste zu finanzieren. Auch medizinische Pflegeleistungen oder eine stundenweise Betreuung können über das Entlastungsbudget finanziert werden.PflegesachleistungenAb Pflegegrad 2 steht ein Budget für Pflegesachleistungen zur Verfügung. Damit können professionelle Pflegedienstleister beauftragt werden, die beispielsweise bei der medizinischen Versorgung oder Aufgaben der Grundpflege unterstützen.Höhe Pflegesachleistungen nach Pflegegrad:PflegegradHöhe Pflegesachleistungen pro Monat (ab 01.01.2024)10 Euro2761 Euro31.432 Euro41.778 Euro52.200 EuroVerhinderungspflegeWenn Angehörige zu Hause pflegen, dann lastet auf ihnen eine große Verantwortung. Über das Budget für Verhinderungspflege soll sichergestellt werden, dass auch im Verhinderungsfall eine Betreuung der pflegebedürftigen Person sichergestellt werden kann. Fällt die Pflegeperson aufgrund dienstlicher Verpflichtungen (Dienstreisen, Prüfungen oder Fortbildungen), Krankheit, Urlaub oder anderer privater Verpflichtungen oder Auszeiten aus, so kann darüber ein Ersatz finanziert werden. Die Verhinderungspflege ist explizit nicht nur für den Notfall gedacht, sondern soll auch Erholung für pflegende Angehörige ermöglichen. Um die Verhinderungspflege erstmalig in Anspruch zu nehmen, muss im Jahr 2023 noch eine Vorpflegezeit von mindestens sechs Monaten erfüllt sein. Ab 2024 kann es auch ab dem ersten Tag des Eintrags in Anspruch genommen werden. Zudem muss zum Zeitpunkt der Antragstellung mindestens Pflegegrad 2 vorliegen. Die Höhe des Budgets für Verhinderungspflege richtet sich neben dem Pflegegrad auch danach, ob die Pflege von professionellen Pflegedienstleistern oder nahen Verwandten erbracht wird. Das Budget kann bis zu einem Maximalbetrag um Leistungen aus der Kurzzeitpflege aufgestockt werden.Höhe Verhinderungspflege nach Pflegegrad pro Jahr:PflegegradVerhinderungspflege durch professionelles Pflegepersonalmit Umwidmung des Budgets für KurzzeitpflegeVerhinderungspflege durch nahe Angehörige10 €0 €0 €2bis zu 1.612 Eurobis zu 2.418 Eurobis zu 474,00 Euro3bis zu 1.612 Eurobis zu 2.418 Eurobis zu 817,50 Euro4bis zu 1.612 Eurobis zu 2.418 Eurobis zu 1.092,00 Euro5bis zu 1.612 Eurobis zu 2.418 Eurobis zu 1.351,50 EuroTages- und NachtpflegeViele Angehörige übernehmen die häusliche Pflege neben einer Berufstätigkeit. Zudem wohnen die pflegebedürftige Person und die Pflegeperson nicht immer zusammen. Für diese Fälle kann das Budget für Tages- und Nachtpflege genutzt werden. Damit kann tags- oder nachtsüber die ambulante Unterbringung in einer Pflegeeinrichtung finanziert werden. Höhe Budget für Tages- und Nachtpflege nach Pflegegrad:PflegegradHöhe Tages- und Nachtpflege pro Monat (ab 01.01.2024)10 Euro2689 Euro31.298 Euro41.612 Euro51.995 EuroWeitere Leistungen der Pflegekasse zur Unterstützung der häuslichen PflegeDie genannten Leistungen sind aus finanzieller Sicht die größten Unterstützungen, wenn Sie Angehörige zu Hause pflegen. Darüber hinaus gibt es noch weitere Leistungen der Pflegekasse, mit denen die häusliche Pflege unterstützt wird. Das sind:40 Euro pro Monat für verbrauchbare Pflegehilfsmittel25,50 Euro pro Monat für einen Hausnotrufeinmalig bis zu 4.000 Euro für Wohnraumanpassungen, die in Folge der Pflegebedürftigkeit notwendig sind (maximal 16.000 Euro pro Haushalt bei mehreren pflegebedürftigen Personen)(Quelle: Sozialgesetzbuch XI, Kapitel 4)Pflegeunterstützungsgeld und Pflegezeit als kurzfristige UnterstützungEine Pflegebedürftigkeit kann plötzlich und unerwartet eintreten, zum Beispiel weil sich der gesundheitliche Zustand durch eine Erkrankung oder einen Unfall rapide verschlechtert. Für diesen Fall stehen mit dem Pflegeunterstützungsgeld und der Pflegezeit zwei Leistungen zur Verfügung, die es Angehörigen ermöglichen, eine bedarfsgerechte Pflege zu organisieren.PflegeunterstützungsgeldAngestellte können bis zu zehn Tage Pflegeunterstützungsgeld als Entgeltersatzleistung erhalten, wenn bei ihren nahen Angehörigen (zum Beispiel Eltern, Großeltern, Ehegatten, Lebenspartner, Geschwister oder Kinder) plötzlich ein Pflegebedarf auftritt. Diese Zeit soll dazu genutzt werden, um die Pflege zu organisieren und einen Pflegegrad zu beantragen. Das Pflegeunterstützungsgeld wird von der Pflegekasse gezahlt. (Quelle: BMG)PflegezeitNicht immer reichen zehn Tage aus, um die neue Pflegesituation zu organisieren. Eventuell ist auch absehbar, dass die pflegebedürftige Person nur noch in ihren letzten Lebensmonaten begleitet wird. Für diesen Fall kommt eine Auszeit über die Pflegezeit infrage, um Angehörige zu Hause zu pflegen. Pflegende Angehörige können sich bis zu sechs Monate unentgeltlich von der Arbeit freistellen lassen, um die neue Pflegesituation zu organisieren oder ihre Angehörigen bis zu drei Monate auf dem letzten Weg zu begleiten. Die Pflegebedürftigkeit muss dafür über eine Bescheinigung der Pflegekasse oder des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (MDK) beim Arbeitgeber nachgewiesen werden. Da die Freistellung ohne Lohnersatzleistung erfolgt, kann beim Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) ein zinsloses Darlehen beantragt werden, um den Lebensunterhalt während der Pflegezeit zu finanzieren. (Quelle: BMG)Unterstützung für die häusliche Pflege über FLEXXI buchenHolen Sie sich mit FLEXXI unkompliziert die passende Unterstützung, um Ihre Angehörigen zu Hause zu pflegen. Über die FLEXXI App können Sie ausgebildete, selbstständige Pflegekräfte für alle Aufgaben finden, bei denen Unterstützungsbedarf besteht. Alle bei uns gelisteten Pflegekräfte verfügen über eine pflegerische Qualifikation, sodass ihre Leistungen bei den Pflegekassen anerkannt sind und abgerechnet werden können.Unsere Pflegekräfte unterstützen Sie gern bei folgenden Aufgaben rund um die häusliche Pflege:medizinische PflegeGrundpflege (Körperpflege, Unterstützung beim Toilettengang etc.)haushaltsnahe Dienstleistungen (Kochen, Einkaufen, Putzen, Waschen etc.)Beschäftigung, (Lesen, Gesellschaftsspiele, Gedächtnistraining etc.)Begleitung zu FreizeitaktivitätenGesprächeErinnerungsarbeitFahrdiensteNachtwache und Nachtbereitschaft ...Damit ist FLEXXI eine echte Entlastung bei der Pflege von Angehörigen. Probieren Sie die App kostenfrei aus und suchen Sie professionelle Pflegekräfte gezielt für den benötigten Unterstützungsbedarf und Ihren Wunsch-Stundenlohn...
Minela Kalebic
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Die Pflege von Angehörigen ist eine große Verantwortung und ein Vollzeitjob – ohne geregelten Feierabend, Wochenenden oder Urlaub. Vielen pflegenden Angehörigen macht der Gedanke, selbst einmal auszufallen, daher große Sorgen. Erfahren Sie hier, welche Unterstützungsmöglichkeiten es für pflegende Angehörige im Verhinderungsfall gibt.Verhinderungspflege: Unterstützungsleistung für den VerhinderungsfallDie Pflegekassen stellen für pflegebedürftige Personen ein Budget für Verhinderungspflege zur Verfügung, mit der die Abwesenheit von pflegenden Angehörigen überbrückt werden kann. Als Verhinderungsfall werden dabei nicht nur ungeplante Abwesenheiten wie Krankheit, Klinik- oder Reha-Aufenthalte anerkannt, die eine Arbeitsunfähigkeit zur Folge haben, sondern auch berufsbedingte Abwesenheiten wie Dienstreisen, Lehrgänge oder Prüfungen und sogar private Abwesenheiten aufgrund von Urlaub oder privaten Terminen. Beispiele für tageweise Verhinderungsfälle:UrlaubKrankheit, auch psychische ErkrankungenKrankenhaus-AufenthaltReha-AufenthaltRuhetageFortbildungenDienstreisenBeispiele für stundenweise Verhinderungsfälle:PrüfungenFortbildungenwichtige Termine, z.B. beim Arzt oder auf ÄmternFreizeitaktivitäten, auch private TreffenDie Pflegekasse handelt im Verhinderungsfall der Pflegeperson also im Prinzip so, wie bei einem erkrankten Arbeitnehmer. Sie stellt sicher, dass während der krankheitsbedingten Arbeitsunfähigkeit ein Ersatz finanziert werden kann. Einen Anspruch auf Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall gibt es aber natürlich nicht. Dafür muss aber auch keine Arbeitsunfähigkeit durch den behandelnden Arzt attestiert werden.Die Verhinderungspflege kann durch einen ambulanten Pflegedienst oder durch ehrenamtliche Helfer geleistet werden. In vielen Fällen werden verschiedene Betreuungsmodelle kombiniert, um im Verhinderungsfall eine bestmögliche Versorgung sicherzustellen.(Quelle: BMG)Wann besteht Anspruch auf Verhinderungspflege?Ein Anspruch auf Verhinderungspflege besteht ab Pflegegrad 2. Wird die Pflege für gewöhnlich in häuslicher Umgebung durch eine private Pflegeperson erbracht, so kann die Verhinderungspflege im Verhinderungsfall genutzt werden. Wird die Pflege hauptsächlich durch einen ambulanten Pflegedienst gewährleistet, besteht kein Anspruch auf Verhinderungspflege. Um die Verhinderungspflege erstmalig zu beantragen, ist im Jahr 2023 eine Vorpflegezeit in häuslicher Umgebung von sechs Monaten darzulegen und zu beweisen. Ab dem Jahr 2024 muss keine Vorpflegezeit mehr geleistet werden. (Quelle: Sozialgesetzbuch XI, Kapitel 4, § 39 Häusliche Pflege bei Verhinderung der Pflegeperson)Leistungen der Pflegekasse im VerhinderungsfallFür die Pflege im Verhinderungsfall stehen im Verhinderungspflegebudget pro Jahr maximal 1.612 Euro zur Verfügung, die auf bis zu sechs Wochen, also 42 volle Tage aufgeteilt werden können. Es ist auch möglich, das Budget nur für stundenweise Vertretungen einzusetzen. Dann reduziert sich lediglich der finanzielle, nicht aber der zeitliche Anspruch.Das Verhinderungspflegebudget kann aufgestockt werden, indem ein Teil des Anspruchs auf Kurzzeitpflege für Verhinderungspflege umgewidmet wird. Dadurch kann das Budget für Verhinderungspflege um bis zu 887 Euro jährlich erhöht werden, sodass insgesamt bis zu 2.499 Euro zur Verfügung stehen.Die Leistungen der Pflegekasse bei der Verhinderungspflege durch nahe Angehörige sind jeweils vom vorliegenden Fall abhängig. Wird die Verhinderungspflege von Pflegepersonen übernommen, die mit dem Pflegebedürftigen im ersten oder zweiten Grade verwandt oder verschwägert sind oder im gleichen Haushalt wohnen, darf der Betrag für die Verhinderungspflege das 1,5-fache des monatlichen Pflegegeldes nicht überschreiten.PflegegradVerhinderungspflege durch professionelles Pflegepersonalmit Umwidmung des Budgets für KurzzeitpflegeVerhinderungspflege durch nahe Angehörige10 €0 €0 €2bis zu 1.612 Eurobis zu 2.499 Eurobis zu 492,00 Euro3bis zu 1.612 Eurobis zu 2.499 Eurobis zu 835,50 Euro4bis zu 1.612 Eurobis zu 2.499 Eurobis zu 1.110,00 Euro5bis zu 1.612 Eurobis zu 2.499 Eurobis zu 1.369,50 EuroFür den Zeitraum, in dem Leistungen für Verhinderungspflege bezogen werden, reduziert sich das Pflegegeld um die Hälfte. Eine Ausnahme gilt hier wieder für die stundenweise Verhinderungspflege. Das Pflegegeld wird in dieser Konstellation unverändert weitergezahlt.(Quelle: Sozialgesetzbuch XI, Kapitel 4)Welche Leistungen können im Verhinderungsfall über die Verhinderungspflege abgerechnet werden?Im Verhinderungsfall der Hauptpflegeperson können alle Leistungen, die diese sonst übernimmt, durch die Verhinderungspflege übernommen werden. Neben Aufgaben der Grundpflege, wie Körperpflege, Anziehen und Unterstützung beim Toilettengang, zählen dazu auch haushaltsnahe Dienstleistungen wie Einkaufen, Putzen, Waschen und Kochen. Wird die medizinische Pflege für gewöhnlich durch einen professionellen Pflegedienstleister erbracht, so kann dies auch während der Verhinderungspflege fortgesetzt werden. Bei FLEXXI können Sie für den Verhinderungsfall flexibel ausgebildete Pflegekräfte buchen, die die Aufgaben übernehmen, bei denen Sie Unterstützung bzw. eine Vertretung benötigen.Weitere Option für den Verhinderungsfall: KurzzeitpflegeEine Alternative zu Verhinderungspflege ist die Kurzzeitpflege. Dabei wird die pflegebedürftige Person stationär in einer Pflegeeinrichtung untergebracht. Diese Variante ist für viele Pflegebedürftige natürlich mit größeren Strapazen verbunden als die Verhinderungspflege, da sie ihre häusliche Umgebung verlassen müssen. Deshalb ist die Kurzzeitpflege eher eine Option für akute Notfälle, also wenn der Verhinderungsfall der Pflegeperson nicht planbar ist oder eine fortbestehende Arbeitsunfähigkeit vorliegt. Das Budget für die Kurzzeitpflege ist aufgrund der größeren Aufwände etwas höher (maximal 1.774 € pro Jahr bei Pflegegrad 2 bis 5) und kann für maximal acht Wochen pro Jahr in Anspruch genommen werden. Die Ansprüche für Verhinderungs- und Kurzzeitpflege können zum Teil miteinander verrechnet werden, um die individuelle Pflegesituation besser berücksichtigen zu können. Ein Vorteil der Kurzzeitpflege ist zudem, dass für die Inanspruchnahme keine Vorpflegezeit erfüllt sein muss. Damit ist Kurzzeitpflege in vielen Fällen eher die Notlösung, wenn sich eine Verhinderungspflege in häuslicher Umgebung durch den engen zeitlichen Zusammenhang nicht organisieren lässt. (Quelle: Sozialgesetzbuch XI, Kapitel 4, § 42 Kurzzeitpflege)Buchen Sie Unterstützung für den Verhinderungsfall über FLEXXI!Sie benötigen aufgrund eines Verhinderungsfalls eine Vertretung, die die häusliche Pflege Ihrer Angehörigen übernimmt? Über FLEXXI ist die Buchung von qualifizierten Pflegekräften für die Verhinderungspflege einfach und flexibel möglich. Buchen Sie Pflegekräfte bis zu drei Wochen im Voraus für genau die Leistungen, bei denen Unterstützung benötigt wird. So können Sie sicher sein, dass Ihre Angehörigen auch in Ihrer Abwesenheit zuverlässig und professionell gepflegt werden...
Minela Kalebic
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Viele Menschen sind im fortgeschrittenen Alter auf Unterstützung angewiesen. Gleichzeitig besteht bei vielen der Wunsch, im vertrauten Zuhause bleiben zu können. Mit der Unterstützung einer Pflegekraft ist das glücklicherweise in vielen Fällen möglich. Erfahren Sie hier, welche Kosten für eine Pflegekraft zu Hause anfallen und wie Sie diese über die Leistungen der Pflegeversicherung finanzieren können.Bekannte Option für die häusliche Pflege: 24-Stunden-PflegeDie 24 Stunden Pflege ist wohl eines der bekanntesten Modelle für eine dauerhafte Betreuung von Pflegebedürftigen im eigenen Zuhause. Dabei lebt die Pflegeperson dauerhaft mit dem Pflegebedürftigen zusammen, um diesen bei allen alltäglichen Aufgaben zu unterstützen.Die Bezeichnung „24-Stunden-Pflege“ rührt daher, dass die Pflegeperson in den Haushalt des Pflegebedürftigen einzieht und so praktisch permanent vor Ort ist. Dennoch ist die Arbeitszeit natürlich begrenzt und liegt in der Regel bei 40 bis 60 Stunden pro Woche. Überstunden müssen natürlich entsprechend ausgeglichen werden. Aufgrund des enormen zeitlichen Aufwands und der fordernden Aufgabe gibt es auch Modelle in der 24-Stunden-Pflege, bei denen sich mehrere Personen die Pflege und Betreuung teilen und beispielsweise alle zwei Wochen rotieren.Die intensive Betreuung macht die 24-Stunden-Pflege zu einem naheliegenden Modell. Die Rundumversorgung ist allerdings sehr teuer, sodass für die 24-Stunden-Pflege in vielen Fällen Hilfskräfte aus Osteuropa, sogenannte polnische Pflegekräfte, eingestellt werden. Diese können zwar Aufgaben der Grundpflege übernehmen und bei Alltagsaufgaben unterstützen, sie verfügen aber häufig über keine pflegerische Ausbildung und können daher auch keine Aufgaben der medizinischen Pflege übernehmen. Die korrekte Bezeichnung für dieses Modell mit Pflegekräften aus Polen lautet eigentlich „Betreuung in häuslicher Gemeinschaft“ (BihG). Um eine tatsächliche 24-Stunden-Pflege handelt es sich eigentlich nur, wenn die Aufgaben von ausgebildeten Pflegekräften übernommen werden.(Quelle: Pflegenetzwerk Deutschland)Vor- und Nachteile der 24-Stunden-PflegeDie 24-Stunden-Pflege ist ein bekanntes Pflegemodell, das jedoch in der Praxis nur schwer und teuer umzusetzen ist. Natürlich hat die 24-Stunde-Pflege zahlreiche Vorteile: So können die Pflegebedürftigen weiterhin in ihrem Zuhause betreut werden und erhalten eine Pflege, die speziell auf ihre Bedarfe zugeschnitten ist. In diesem Modell haben die Pflegepersonen mehr Zeit als bei einer Versorgung durch einen ambulanten Pflegedienst und können so auch bei alltäglichen Aufgaben unterstützen und Beschäftigung anbieten. Für Angehörige schafft das Modell natürlich ein größeres Sicherheitsgefühl, da sie wissen, dass ihre pflegebedürftigen Verwandten nicht allein sind.Vorteile der 24-Stunden-Pflege:Betreuung und Pflege im eigenen Zuhauseindividuelle Betreuungdauerhafte 24-Stunden-Betreuungmehr ZeitUnterstützung bei alltäglichen AufgabenEntlastung für AngehörigeDas Modell der 24-Stunden-Pflege hat jedoch auch seine Tücken. Zunächst ist es natürlich ziemlich teuer, sodass die Leistungen der Pflegekasse in der Regel nicht ausreichen, um eine Pflegekraft im 24-Stunden-Modell zu beschäftigen. Zudem muss genügend Platz vorhanden sein, um die Pflegeperson im Haushalt des Pflegebedürftigen unterzubringen. Aus Kostengründen greifen viele Familien auf sogenannte polnische Pflegekräfte zurück, die über keine grundständige Ausbildung in der Pflege verfügen. So ist oft eine zusätzliche Unterstützung durch einen ambulanten Pflegedienst erforderlich, um auch die Anforderungen in der medizinischen Pflege zu bedienen. Insgesamt unterstehen dann in vielen Fällen sehr hohe monatliche Kosten, die nur bedingt effizient sind. Es kann unter Umständen sinnvoller sein, sich gezielte Unterstützung durch professionelle Pflegekräfte zu suchen, damit nicht nur die Quantität, sondern vor allem die Qualität der Pflege sichergestellt ist.Nachteile der 24-Stunden-Pflege:hohe KostenWohnraum für Pflegeperson erforderlichhäufig Einstellung angelernter Hilfskräfte aus Osteuropahäufige ergänzende Unterstützung durch Pflegedienst erforderlichAlternativen zur 24-Stunden-PflegeNeben der 24-Stunden-Pflege gibt es weitere Modelle, mit denen eine Pflege hauptsächlich in häuslicher Umgebung möglich ist. Betreutes Wohnen oder Senioren-WGsMit dem betreuten Wohnen und der Senioren-WG gibt es zwei Modelle, die ein sicheres Betreuungsumfeld und Autonomie durch eine eigene Wohnung vereinen. Denn bei beiden Modellen haben Senioren ein eigenes Zuhause, das aber auf die besonderen Bedürfnisse von Pflegebedürftigen durch eine barrierefreie Umgebung und die Nähe zu Pflegediensten eingeht. Beim betreuten Wohnen haben die Senioren eine eigene Wohnung, die aber beispielsweise mit einer Notfallklingel ausgestattet ist, sodass Hilfe schnell vor Ort ist. Dieses Modell ist für Senioren geeignet, bei denen der Unterstützungsbedarf zunimmt, die aber noch so mobil sind, dass sie ihren Alltag selbstständig bewältigen. Die besondere Einrichtung und Versorgungsinfrastruktur führt dazu, dass die Miete im betreuten Wohnen etwas höher ist als bei normalen Wohnungen vergleichbarer Größe. In einer Senioren-WG schließen sich mehrere ältere Menschen zusammen und teilen sich Küche und Gemeinschaftsräume. So können die Senioren ihren Alltag selbstbestimmt organisieren, sind aber nicht allein, sondern leben in Gemeinschaft mit anderen. Senioren-WGs können privat gegründet werden, in vielen Fällen ziehen Senioren aber auch in bestehende Wohngemeinschaften von Unternehmen oder Institutionen. Für das Leben in einer Wohngruppe kann ab Pflegegrad 1 ein Zuschuss von 214 Euro pro Monat beantragt werden. Dieses Modell hat seine Vorzüge, ist aber sicherlich nicht jedermanns Sache. Bei einem erhöhten Pflegebedarf ist das Leben in einer Senioren-WG zudem nur noch bedingt möglich.Ambulante PflegedienstleisterDie wohl effizienteste Form, die Kosten für eine Pflegekraft zu Hause einzusetzen, ist die Beauftragung von ambulanten Pflegedienstleistern wie ambulanten Pflegediensten oder selbstständigen Pflegekräften. Diese bieten gezielt dort Unterstützung und Pflege, wo diese benötigt werden. Es handelt sich dabei um ausgebildete Pflegekräfte, die neben der Grundpflege auch die medizinische Pflege übernehmen können. Pflegende Angehörige werden durch sie daher besonders qualifiziert unterstützt und von komplexeren pflegerischen Aufgaben entlastet.Die meisten ambulanten Pflegedienstleister unterstützen nicht nur bei der medizinischen Pflege wie der Tablettengabe, dem Spritzen oder dem Anziehen von Stützstrümpfen, sondern bei Bedarf auch bei Alltagsaufgaben wie:Begleitung bei Einkäufen oder Erledigung dieserBegleitung zum Arzt, Amt oder anderen TerminenBegleitung zu FreizeitaktivitätenGesprächeErinnerungsarbeitBeschäftigung, z.B. Lesen, Gesellschaftsspiele, Gedächtnistraining, gemeinsames KochenDemenzbetreuungNachtwache und Nachtbereitschaft ...Mit ambulanten Pflegedienstleistern ist eine besonders hochwertige und individuelle Pflege in häuslicher Umgebung möglich. FLEXXI macht es Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen einfacher, die passenden Pflegedienstleister für ihre Bedarfe zu finden: Über die FLEXXI-App können Sie für die gewünschten Aufgaben selbstständige Pflegekräfte buchen. Den Zeitpunkt und Ihren Wunschpreis können Sie selbst festlegen. Im Vergleich zur 24-Stunden-Pflege hat dieses Modell den Vorteil, dass Sie flexibel bleiben und keine aufwendigen Arbeitnehmerpflichten übernehmen müssen.Kosten Pflegekraft zu Hause: Höhe und FinanzierungWelche Kosten für eine Pflegekraft zu Hause anfallen, hängt vom gewählten Betreuungsmodell ab. Die 24-Stunden-Pflege ist natürlich deutlich teurer als eine stundenweise Unterstützung. Bei einer 24-Stunden-Kraft müssen Sie mindestens den Mindestlohn von 12 Euro pro Stunde und das für 40 Stunden in der Woche zahlen. Dazu kommen noch die Arbeitgeberbeiträge zu den Sozialversicherungen. So liegen die Kosten für eine 24-Stunden-Kraft oftmals zwischen 3.000 und 5.000 Euro pro Monat. Ambulante Pflegedienstleister und selbstständige Pflegekräfte rechnen ihre Arbeit in der Regel auf Stundenbasis ab. Die Stundensätze variieren hier je nach Aufgabenprofil. Die Kosten für eine Pflegekraft zu Hause können entweder privat getragen oder aus den Mitteln der Pflegekasse finanziert werden. Ab Pflegegrad 1 steht ein Entlastungsbetrag in Höhe von 125 Euro monatlich zur Verfügung, mit dem – wie der Name sagt – Entlastungen in der häuslichen Pflege organisiert werden können. Diese Mittel reichen natürlich bei Weitem nicht aus, um eine 24-Stunden-Kraft zu bezahlen. Es können aber medizinische Pflegeaufgaben oder auch haushaltsnahe Dienstleistungen wie die Wohnungsreinigung finanziert werden.Ab Pflegegrad 2 stehen dann deutlich mehr Mittel zur Verfügung. Abhängig vom Pflegegrad wird Pflegegeld gezahlt, das flexibel eingesetzt werden kann, um die häusliche Pflege zu organisieren, zum Beispiel auch für die Kosten einer Pflegekraft zu Hause. Auch die Mittel aus dem Budget für Verhinderungspflege (maximal 1.612 Euro jährlich) können eingesetzt werden, um eine Pflegekraft zu bezahlen. Die Verhinderungspflege sollte jedoch vor allem dafür genutzt werden, Abwesenheiten der Pflegeperson zu überbrücken. (Quelle: Sozialgesetzbuch XI, Kapitel 4)Neben den Zuschüssen aus der Pflegekasse besteht auch die Möglichkeit, verbleibende Kosten für eine Pflegekraft zu Hause bis zu einem Jahreshöchstbetrag von 4.000 Euro steuerlich abzusetzen.Über FLEXXI zu geringen Kosten Pflegekraft für zu Hause findenFLEXXI macht pflegenden Angehörigen das Leben etwas leichter. Über die FLEXXI-App können Sie selbstständige Pflegekräfte für die Pflegeaufgaben buchen, bei denen Sie Unterstützung benötigen. So können Sie zu geringeren Kosten eine Pflegekraft für zu Hause finden, die bei folgenden Aufgaben professionelle Unterstützung bietet:medizinische VersorgungÜberwachung der GesundheitKörperpflege und HygieneAufstehen, Anziehen und ZubettgehenBeschäftigung und BegleitungHaushaltshilfeMit FLEXXI können Sie Ihre Mittel effizient für eine qualifizierte Pflegekraft einsetzen, statt viel Geld für eine 24-Stunden-Kraft zu bezahlen, die unter Umständen keine medizinische Pflege leisten darf. Zudem entbindet Sie FLEXXI vom Stress von Arbeitgeberpflichten, da bei uns ausschließlich selbstständige Pflegekräfte registriert sind, die ihre Leistungen per Rechnung abrechnen.Die Nutzung der FLEXXI-App ist für Sie kostenfrei. Sie legen selbstständig fest, welchen Stundenlohn Sie anbieten wollen. Selbstverständlich beraten wir Sie gern, welche Höhe angemessen ist. Probieren Sie FLEXXI doch gleich aus und finden Sie die passende Pflegekraft!..
Minela Kalebic
Minela Kalebic
Max 7min lesezeit
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