Respite Care for Family Members: What Are the Rules for Family and Relatives?

Viele Familien organisieren Verhinderungspflege innerhalb der eigenen Familie.
Doch dabei stellt sich schnell die Frage:
Darf ein Angehöriger die Pflege übernehmen – und wie wird das bezahlt?Die Antwort: Ja, das ist möglich. Allerdings gelten besondere Regeln, wenn die Ersatzpflege durch nahe Angehörige und Verschwägerte bis zum 2. Grad oder Personen im selben Haushalt erfolgt.
In diesem Artikel erfahren Sie genau,
- wer dazugehört,
- wie die Vergütung funktioniert und
- worauf Sie achten müssen.
Wer gilt als „naher Angehöriger“ bei der Verhinderungspflege?
Für die Verhinderungspflege ist entscheidend, wer die Ersatzpflege übernimmt.
Die Pflegekasse unterscheidet dabei grundsätzlich zwischen zwei Fällen:
- nicht erwerbsmäßiger Pflege durch Angehörige oder nahestehende Personen (dazu zählen Verwandte und Verschwägerte bis zum 2. Grad sowie Personen im selben Haushalt)
- erwerbsmäßiger Pflege durch externe oder professionelle Pflegekräfte
Für diese beiden Gruppen gelten unterschiedliche Regeln bei der Erstattung.
1. Verwandte bis zum 2. Grad
- Eltern
- Kinder (auch Adoptivkinder)
- Enkel
- Großeltern
- Geschwister
2. Verschwägerte bis zum 2. Grad
- Schwiegereltern
- Schwiegerkinder
- Stiefeltern und Stiefkinder
- Ehepartner von Enkeln
- Enkelkinder des Ehepartners
- Schwager und Schwägerin
- Ehepartner von Großeltern
3. Personen im selben Haushalt
Auch Personen, die mit der pflegebedürftigen Person in einem Haushalt leben, fallen unter diese Sonderregelung – selbst wenn keine direkte Verwandtschaft besteht.
Auch wenn Verhinderungspflege häufig innerhalb der Familie organisiert wird, kann es Situationen geben, in denen kurzfristig zusätzliche Unterstützung sinnvoll ist.
In solchen Fällen kann es helfen, über die FLEXXI App passende Pflegekräfte in Ihrer Nähe zu finden und direkt zu kontaktieren.
Wie viel Geld bekommen Angehörige für Verhinderungspflege?
Hier liegt der wichtigste Unterschied zur Pflege durch externe Kräfte.
Begrenzte Vergütung bei Angehörigen
Wenn die Ersatzpflege durch:
- nahe Angehörige (bis 2. Grad)
- verschwägerte Personen (bis 2. Grad)
- oder Personen im selben Haushalt
übernommen wird und nicht erwerbsmäßig erfolgt, gilt:
👉 Die Erstattung ist begrenzt auf
maximal das 2-fache des monatlichen Pflegegeldes
Zusätzliche Kosten können erstattet werden
Zusätzlich zur Vergütung können weitere Aufwendungen übernommen werden, wenn sie nachgewiesen werden:
- Fahrtkosten (z. B. Kilometerpauschale)
- Verdienstausfall
- Übernachtungskosten
Diese Kosten können aus dem gesamten Jahresbudget von 3.539 € erstattet werden.
Unterschied zu externen Pflegekräften
Wenn die Pflege durch nicht verwandte Personen oder professionelle Pflegekräfte erfolgt:
- kann das gesamte Budget genutzt werden
- es gibt keine Begrenzung auf das Pflegegeld
Das ist ein entscheidender Unterschied in der Praxis.
Wenn Sie das volle Budget nutzen möchten
Die Begrenzung gilt nur für Pflege durch Angehörige. Wenn Sie Verhinderungspflege über externe Pflegekräfte organisieren, können Sie das Budget deutlich flexibler einsetzen.
Über die FLEXXI App können Sie schnell verfügbare Pflegekräfte finden und direkt anfragen – besonders hilfreich, wenn kurzfristig Unterstützung benötigt wird.
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Verhinderungspflege durch Angehörige richtig nutzen
Damit die Erstattung funktioniert, sollten Sie einige Punkte beachten.
1. Pflegezeiten dokumentieren
Auch bei Angehörigen müssen die Einsätze nachvollziehbar sein:
- Datum
- Dauer
- Grund der Verhinderung
2. Kosten belegen
Wenn zusätzliche Kosten entstehen, sollten diese nachgewiesen werden:
- Fahrtkosten dokumentieren
- Verdienstausfall bestätigen lassen
- ggf. Übernachtungskosten nachweisen
3. Antrag bei der Pflegekasse stellen
Auch bei Pflege durch Angehörige gilt:
- Verhinderungspflege muss beantragt werden
- die Abrechnung erfolgt meist nachträglich
Typische Fehler bei Verhinderungspflege durch Angehörige
Viele Familien nutzen die Leistung nicht optimal.
Häufige Fehler:
- Annahme, dass Angehörige nicht bezahlt werden dürfen
- fehlende Dokumentation der Pflege
- keine Nachweise für Zusatzkosten
- falsche Einschätzung der Höchstbeträge
Wann ist Verhinderungspflege durch Angehörige sinnvoll?
Diese Lösung ist besonders geeignet, wenn:
- kurzfristig Unterstützung benötigt wird
- Vertrauen im Vordergrund steht
- die Organisation schnell gehen muss
Wenn jedoch höhere Kosten entstehen oder längere Zeiträume abgedeckt werden sollen, kann es sinnvoll sein, zusätzlich eine externe Pflegekraft einzusetzen.
Fazit: Klare Regeln für Angehörige – mit wichtigen Grenzen
Verhinderungspflege durch Angehörige ist eine flexible und oft naheliegende Lösung.
Wichtig ist jedoch:
- Es gelten Sonderregeln für Verwandte und Verschwägerte bis zum 2. Grad sowie Haushaltsangehörige
- Die Vergütung ist auf das Pflegegeld begrenzt
- Zusatzkosten können erstattet werden
Wer diese Unterschiede kennt, kann besser entscheiden, wann sich Pflege innerhalb der Familie lohnt – und wann externe Unterstützung sinnvoll ist.